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Mitteldeutschland Von Leipzig nach Prag in zwei Stunden
Region Mitteldeutschland Von Leipzig nach Prag in zwei Stunden
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15:48 17.05.2018
Im Erzgebirge soll ein neuer Bahntunnel entstehen. Quelle: dpa
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Prag

 Die Pläne für einen grenzüberschreitenden Bahntunnel durch das Erzgebirge werden konkreter. „Nach den politischen Bekenntnissen gehen wir nun zu den technischen Fragen und der Projektierung über“, sagte der tschechische Verkehrsminister Dan Tok am Donnerstag nach einem Treffen mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) in Prag.

Man sei übereingekommen, dass der insgesamt 26 Kilometer lange Tunnel nach deutschen Vorschriften geplant und betrieben werden solle. Dies werde in einem zwischenstaatlichen Vertrag festgeschrieben, der bis Ende des Jahres unterschriftsreif sei. Derzeit ist eine Machbarkeitsstudie in Arbeit, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts und die geologischen Bedingungen zu überprüfen.

„Sachsen und Tschechien haben ein großes Interesse, dass das große Bahnprojekt der Neubaustrecke Dresden-Prag [...] schnell vorangetrieben wird“, sagte Dulig am Donnerstag. Sorgen der Bürger im Hinblick auf die neue Strecke nehme er ernst. „Wir werden von Anfang an Bürgerbeteiligung gewährleisten“, erklärte er.

Eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse könnte die Fahrzeit zwischen Prag und Dresden auf eine Stunde von derzeit knapp zweieinhalb verringern. Von Leipzig aus würde sich die Fahrzeit von derzeit dreieinhalb auf zwei Stunden verkürzen.

Die derzeitige kurvenreiche Strecke durch das Elbtal gilt als ausgelastet. Zudem klagen Anwohner über die Lärmbelastung. Die Bauarbeiten könnten um das Jahr 2030 beginnen und würden nach derzeitigen Schätzungen rund fünf Milliarden Euro kosten.

Dulig, der auch SPD-Landesvorsitzender ist, ist zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Prag. Dort will er sich auch über den Einsatz von Elektrobussen im öffentlichen Nahverkehr und das europäische Satellitensystem Galileo informieren.

Von LVZ

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