Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Vor AfD-Vorstandswahl: „Da können noch große Überraschungen kommen“
Region Mitteldeutschland Vor AfD-Vorstandswahl: „Da können noch große Überraschungen kommen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:16 04.02.2018
Landesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) in Hoyerswerda. Quelle: dpa
Hoyerswerda

Wie geht es weiter mit der sächsischen AfD? Darüber diskutieren rund 400 Mitglieder am Samstag beim Landesparteitag in Hoyerswerda. Im Vorfeld hatte der Vorstand doppelt soviele Teilnehmer erwartet – viele Stühle blieben leer. Die Stimmberechtigten des Parteitages, der in einem Bowlingcenter stattfindet, mussten immer wieder zur Disziplin und zu mehr Ruhe ermahnt werden.

Am Wochenende findet der Landesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) in Hoyerswerda statt.

Richtungsweisend ist für die AfD besonders die anstehende Vorstandswahl, nachdem Frauke Petry dieses Amt im September überraschend niedergelegt hatte. Die Wahl findet voraussichtlich am Sonntag statt.

Entscheidung zwischen "Real- und Krawallpolitik"

Jörg Urban und Siegbert Droese werden als Spitzenkandidaten gehandelt. Beide haben die sogenannte „Erfurter Resolution“ unterzeichnet und gelten als Vertreter einer stark konservativen Linie der Alternative für Deutschland. Thomas Hartung, Mitgründer der Alternativen Mitte in Sachsen, unterscheidet die politischen Ziele der Vorstandskandidaten allerdings. Er sieht sie nicht als „politische Zwillinge“, wie Droese die beiden am Dienstag bezeichnete.

„Hier geht es um eine Entscheidung, ob man Realpolitik aus dem Landtag will, oder ob es um lautstarke Krawallpolitik im Bundestag geht“, sagte Hartung am Rande des Parteitags. Urban sitzt als Fraktionsvorsitzender der AfD im sächsischen Landtag, der Leipziger Droese zog im September als Abgeordneter in den Bundestag ein.

Thomas Hartung, Mitbegründer der alternativen Mitte

"Als Partei der bürgerlichen Mitte etablieren" - Thomas Hartung, Mitbegründer der alternativen Mitte, gibt sich beim sächsischen AfD-Parteitag zuversichtlich. Hier geht's zum Artikel: http://go.lvz.de/33n

Gepostet von LVZ Leipziger Volkszeitung am Samstag, 3. Februar 2018

Hartung wünscht sich eine mäßigere Richtung für die AfD: „Ich habe ja nicht umsonst die Alternative Mitte in Sachsen mitgegründet“, sagt der 55-jährige ehemalige Journalist. „Ich bin nicht der Ansicht, dass Nationalstolz dadurch repräsentiert wird, dass man jemanden bespuckt. Das ist nicht meine Partei.“ Der frühere Sprecher der AfD in Sachsen wünscht sich eine „Partei der bürgerlichen Mitte, die im Jahr 2019 die Regierung für Sachsen stellt“.

Insgesamt hält sich Hartung zur Vorstandswahl bedeckt: „Da können noch große Überraschungen kommen“, sagt er im Hinblick auf die Kandidaten. Parteimitglieder können sich noch bis kurz vor der Abstimmung aufstellen lassen.

Sophie Aschenbrenner und Theresa Held

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist in gewisser Weise ein Neuanfang für die Partei. Beim Landesparteitag in Hoyerswerda am Wochenende wählt die sächsische AfD einen neuen Vorstand nach der Ära Petry und steckt sich die Ziele für die kommenden Jahre. Die Partei sieht sich auch gezwungen, im Umgang mit den Medien umzudenken.

04.02.2018
Mitteldeutschland Lufthansa stellt neues Design vor - Jumbo-Jet nimmt Kurs auf Sachsen

Eine Boeing 747-8 nimmt am Donnerstag Kurs auf die sächsische Landeshauptstadt. Grund ist die Präsentation einer überarbeiteten Bemalung der Kranich-Airline. Landen wird der Jumbo in Dresden voraussichtlich nicht, sondern einen niedrigen Überflug absolvieren.

03.02.2018
Mitteldeutschland Nur subsidiärer Schutz trotz drohender Verfolgung - Oberverwaltungsgericht Bautzen verhandelt über Klagen von Syrern

Obwohl ihnen in ihrer Heimat Verfolgung drohe, haben mehrere Flüchtlinge aus Syrien statt des Asyl-Status nur subsidiären Schutz in Deutschland erhalten. Dagegen klagen die Betroffenen nun.

02.02.2018