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Mitteldeutschland Warnstreiks im öffentlichen Dienst laufen an
Region Mitteldeutschland Warnstreiks im öffentlichen Dienst laufen an
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08:13 03.02.2010
Berlin/Dresden

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ließen unter anderen Mitarbeiter zahlreicher kommunaler Krankenhäuser die Arbeit ruhen - betroffen sind Kliniken in München, Wolfsburg, Frankfurt, Koblenz und das Vivantes- Krankenhaus in Berlin-Neukölln. In Nürnberg tritt die Müllabfuhr in den Ausstand. In Gebieten mit schnee- und eisglatten Straßen verzichtete Verdi auf einen Streikaufruf für die Notdienste.

Vor dem städtischen Klinikum in Frankfurt-Höchst versammelten sich nach Angaben eines Verdi-Sprechers rund 50 Beschäftigte. Zu einer Protestkundgebung auf dem Frankfurter Römerberg erwartete die Gewerkschaft für den Vormittag rund 2500 Teilnehmer. In Berlin legten 60 Mitarbeiter der Vivantes-Klinik in Neukölln die Arbeit im OP- Bereich nieder. Geplante Operationen seien abgesagt worden, Not-OPs werde es aber geben, teilte Verdi mit. Im Laufe des Tages wollen sich weitere kommunale Kliniken in Niedersachsen und Bremen dem Warnstreik anschließen.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst geben die Angestellten der kommunalen Krankenhäuser Dresden-Friedrichstadt und Rochlitz am Mittwoch den Auftakt für eine Reihe von Warnstreiks in Sachsen. Nach Verdi-Angaben sind die Beschäftigten in Dresden zu einem dreistündigen Warnstreik und einer Kundgebung aufgerufen. In Rochlitz soll der Ausstand eine Stunde dauern.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes fünf Prozent mehr Geld und einen besseren Tarifvertrag. Am Montag waren die Tarifgespräche in Potsdam nach der zweiten Runde ergebnislos abgebrochen worden.

dpa

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