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Wechsel an Spitze des sächsischen Kultusministeriums – Haubitz soll es richten

Amtseinführung Wechsel an Spitze des sächsischen Kultusministeriums – Haubitz soll es richten

Das Amt des Kultusministers ist in Sachsen sicher nicht das leichteste. Zu viel liegt hier im Argen. Brunhild Kurth will sich künftig lieber der Familie widmen. Ihr Nachfolger steht vor einer großen Herausforderung.

Die Lehrerausbildung in Sachsen ist eines der Problemfelder, denen sich Frank Haubitz widmen will.

Quelle: dpa

Dresden. Frank Haubitz ist neuer Kultusminister Sachsens. Der 59-jährige bisherige Leiter des sächsischen Philologenverbands erhielt am Montag in Dresden von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) seine Ernennungsurkunde. Zugleich verabschiedete der Noch-Regierungschef Haubitz' Vorgängerin Brunhild Kurth (CDU) aus dem Amt. Sie hatte eine Woche nach der Bundestagswahl aus privaten Gründen ihren Rücktritt eingereicht. Tillich lobte die Verdienste der „dienstältesten Kultusministerin Sachsens“.

Kurth stand dem Ministerium seit 2012 vor. Wie sie steht auch ihr Nachfolger vor großen Herausforderungen. Lehrermangel, Unterrichtsausfall und mancherorts auch eine marode Bausubstanz sind gravierende Probleme in sächsischen Schulen.

„Sehr professioneller und sehr erfahrener Lehrer“

Haubitz sei ein „sehr professioneller und sehr erfahrener Lehrer“, sagte Tillich. Wie er selbst sei auch sein Wunschnachfolger in der Partei- und Regierungsspitze, CDU-Gerneralsekretär Michael Kretschmer, der Ansicht, „dass Herr Haubitz der ideale Nachfolger für Frau Kurth ist“. Angesichts fehlender Lehrkräfte und der hohen Zahl von Seiteneinsteigern werde es nötig sein, „die Anstrengungen nochmals zu erhöhen“.

Haubitz, der bisher ein Gymnasium in Dresden leitete, bat sich für konkrete Vorschläge 21 Tage Zeit aus. Zunächst werde es für ihn aber darum gehen, im Februar kommenden Jahres eine „große Klippe“ zu umschiffen, wenn wegen einer Umstellung in der Lehrerausbildung keine neuen Referendare zu Verfügung stehen. „Ohne meine Lehrer ist diese große Kraftanstrengung nicht zu schaffen.“ Dabei sei auch von den Schulleitern „eigenverantwortliches und kreatives“ Handeln gefragt. „Denn nur so haben wir die Chance, vernünftig über die Runden zu kommen.“

Tillich hatte Haubitz in der vergangenen Woche als künftigen Kultusminister präsentiert. Einen Tag zuvor hatte er seinen eigenen Rücktritt als CDU-Chef und Ministerpräsident für Dezember angekündigt und Kretschmer als Nachfolger vorgeschlagen.

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