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Mitteldeutschland Weiße Weihnacht? Kostprobe Schnee gibt’s nächste Woche
Region Mitteldeutschland Weiße Weihnacht? Kostprobe Schnee gibt’s nächste Woche
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14:51 04.12.2018
Kommt der Weihnachtsmann dieses Jahr im Schnee? Einige Wettermodelle machen zumindest Hoffnung. Quelle: dpa
Leipzig

Schluss mit frühlingshaften Temperaturen im Advent. Nach den zweistelligen Werten zum Wochenstart und den teils ergiebigen Regenfällen schaltet der Dezember nun auf Winter um. „Eine Umstellung der Großwetterlage ist in Sicht“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Die Chancen auf Einzug des Winters stehen nach dem zweiten Advent tatsächlich nicht schlecht.“

Frühlingshaftes Aprilwetter vorbei

Gleich mehrere Wettermodelle sehen einen deutlichen Temperaturrückgang voraus. Allerdings bleibt die exakte Entwicklung nach dem 2. Adventssonntag recht spannend. „Schafft es der Winter sich zu etablieren oder wird es nur eine Ein- oder Zweitagesfliege? Hier ist der Trend noch unsicher.“ Klar ist aber immerhin: Mit dem frühlingshaften Aprilwetter ist es erst einmal vorbei.

In Leipzig nur noch knapp über null Grad

Auch im Raum Leipzig können dicker Schal und Handschuhe wieder bereit gelegt werden. Ab Montag wird es mindestens bis Mittwoch tagsüber nur knapp über null Grad kalt werden. „Und dann sind auch mal Schneeflocken drin. Ob die aber lange liegen bleiben, ist fraglich“, so Jung.

Das wird kühl: Am Montag nächster Woche klettert die Temperatur im Raum Leipzig kaum noch über null Grad. Im sächsischen Bergland zieht Dauer Quelle: wetter.net

Weiße Weihnacht: Experte macht Hoffnung

Also nur ein kaltes Lüftchen oder doch ein eisiger Vorgeschmack auf die Festtage? In die beliebte Lotterie-Frage nach der Weißen Weihnacht kommt zumindest Bewegung, einige Wetterexperten wecken Hoffnung. So sagte zuletzt Meteorologe Kai Zorn von wetter.com einen kräftigeren Polarluftvorstoß voraus, der das Zeug habe, pünktlich zu Weihnachten für Arktikluft und Schnee zu sorgen.

US-Modell: Polarwirbel-Spaltung sorgt für Kälte

Auch das amerikanische Wettermodell GFS sieht für Heiligabend weiß. Danach droht eine Spaltung des nördlichen Polarwirbels: Die Hauptursache für heftige Wintereinbrüche in Europa. Sollte sich der Polarwirbel Mitte Dezember also tatsächlich abschwächen oder spalten, dann könnte das bei uns zu einem kräftigen Kälteschub führen.

Meteorologe Jung bleibt skeptisch

Essig in den Festtagswein gießt dagegen Meteorologe Dominik Jung: „Einige Branchen-Kollegen rufen ja bereits jetzt schon weiße Weihnachten aus. Damit wäre ich sehr vorsichtig.“ Erstmal müsse die Umstellung hin zu mehr Winterwetter tatsächlich kommen. „Danach kann man vielleicht mal einen ersten Blick auf Weihnachten werfen. Vorher aber keinesfalls“, so Jung.

Von Olaf Majer

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