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Mitteldeutschland Welche Rolle spielten Islamisten beim syrischen Vorbild der Neumarkt-Busse?
Region Mitteldeutschland Welche Rolle spielten Islamisten beim syrischen Vorbild der Neumarkt-Busse?
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21:07 08.02.2017
Die Skulptur „Monument“ auf dem Dresdner Neumarkt sorgt schon wieder für Diskussionen. Quelle: Stephan Lohse
Dresden

Die Skulptur „Monument“ auf dem Dresdner Neumarkt sorgt schon wieder für Diskussionen. Diesmal ist das syrische Vorbild der Aktion Stein des Anstoßes. Denn auf einem Bild der Original-Busse ist eine Fahne zu erkennen, die auf die islamische Miliz „Ahrar al-Scham“ verweisen soll. Diese wurde vom Generalbundesanwalt 2015 als terroristische Vereinigung eingestuft.

„Das Bild der Barrikade aus den drei aufgerichteten Bussen existiert hundertfach im Internet. Das jetzt in den sozialen Medien von der Agentur Reuters stammende Motiv mit der Fahne der Organisation Ahrar al-Scham sehe ich zum ersten Mal“, so Künstler Manaf Halbouni, der für die Installation in Dresden verantwortlich ist. Er selbst habe von der Aktion 2015 zum ersten Mal erfahren, damals aus der britischen Zeitung „The Guardian“. Und die zeigte die Busse ohne Flagge. Zudem hätten verschiedene Quellen versichert, dass die Busse definitiv zum Schutz der Zivilbevölkerung aufgestellt wurden.

Vermutet wird nun, dass der Stadtteil, in dem die Busse aufgestellt wurden, irgendwann von der Miliz erobert wurde und dass die ihre Fahne aufgestellt haben. „Es ist nicht auszuschließen, dass die Barrikade im Kriegsverlauf von verschiedenen Parteien in Anspruch genommen wurde. In der Situation dieses Krieges, unter der die Zivilbevölkerung leidet, gibt es viele Seiten“, sagt Halbouni.

Er verweist zudem auf den syrischen Fotografen Nizam Najar. Der hatte 2016 verschiedene Aufnahmen der Barrikade angefertigt, auch ohne Flagge.

„Das Kunstwerk veranschaulicht die Situation, in der die Zivilbevölkerung in Aleppo im Krieg leben muss. Es ist nicht die Intention des Kunstwerkes auf die komplexe Situation der unterschiedlichen Parteien dieses Krieges Bezug zu nehmen. Das Monument zeigt einen Ausschnitt aus dieser menschenunwürdigen Situation und ist ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt in jeglicher Form – auch gegen die Gewalt von Terroristen“, ergänzt Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin des Kunsthauses Dresden.

sl

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