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Mitteldeutschland Weniger Geld für Leipzig: Ost-West-Gefälle bei Verteilung staatlicher Fördermittel in Sachsen
Region Mitteldeutschland Weniger Geld für Leipzig: Ost-West-Gefälle bei Verteilung staatlicher Fördermittel in Sachsen
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04:30 31.12.2011
In Sachsen gibt es ein Ost-West-Gefälle bei der Verteilung der staatlichen Fördermittel. So fließen deutlich mehr Gelder nach Dresden als nach Leipzig. Quelle: Volkmar Heinz
Dresden

Das berichten die "Dresdner Neuesten Nachrichten" (Samstagausgabe) unter Berufung auf Zahlen der Staatsregierung. Der Freistaat begründet die Schieflage mit Unterschieden in den regionalen Strukturen und bei der Zahl von Fördermittelanträgen. Grundsätzlich "stehen allen Regionen die Fördermöglichkeiten des Freistaates zur Verfügung", sagte eine Sprecherin von Regierungschef Stanislaw Tillich gegenüber den DNN.

Die Staatsregierung hat für jeweils 13 Förderbereiche die Leistungen für alle zehn Landkreise und die drei Kreisfreien Städte (Dresden, Leipzig, Chemnitz) zusammengestellt. Die Förderung reicht von der Arbeitsmarktpolitik, über Forschung und Technologie, Schule und Sport bis zu Verkehr, Wirtschaft und Wohnungsbau.

Bei einem Vergleich der Pro-Kopf-Förderung rangiert Dresden 2010 klar an der Spitze. Insgesamt waren der Stadt für jeden der rund 500000 Einwohner 884,84 Euro zugeflossen. Vier Jahre zuvor waren es 678,85 Euro. Hinter Dresden liegen die Landkreise Meißen (814,22 Euro pro Einwohner), der Vogtlandkreis (755,26 Euro) und Bautzen mit 711,61 Euro pro Einwohner. Leipzig bringt es dagegen lediglich auf 620,58 Euro pro Kopf (2006: 571,77 Euro pro Kopf) und liegt damit vor den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (595,91 Euro), Nordsachsen (538,31 Euro) und Leipzig Land (510,70 Euro) auf Rang 10.

Die Staatsregierung habe „größtes Interesse daran, dass sich alle Regionen im Freistaat erfolgreich weiterentwickeln", erklärte Vize-Regierungssprecherin Sandra Jäschke, auf DNN- Anfrage. Die regionale Verteilung sei jedoch maßgeblich davon abhängig, dass Anträge von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Bildungsträgern und Kommunen gestellt werden. Und bei den Kommunen kommt eine weiterer Fakt dazu: Beispielsweise im Schulbereich müssen die Gemeinden oder Kreise auch eine entsprechende Kofinanzierungen auf die Beine stellen - ohne eigenes Geld gibt es keine Fördermittel.

DNN

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