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Mitteldeutschland Weniger ärztliche Behandlungsfehler in Sachsen
Region Mitteldeutschland Weniger ärztliche Behandlungsfehler in Sachsen
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19:04 19.03.2018
In der Chirurgie werden besonders oft mögliche Behandlungsfehler nachgeprüft. (Symbolbild) Quelle: dpa
Dresden/Leipzig

Die Zahl der medizinischen Behandlungsfehler ist in Sachsen im vergangenen Jahr leicht gesunken. Bei der Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen wurden 2017 insgesamt 356 Anträge wegen eines vermuteten Behandlungsfehlers eingereicht, wie die sächsische Landesärztekammer am Montag in Dresden mitteilte. In 234 dieser Fälle wurde eine Begutachtung eingeleitet. In 45 dieser Fälle wurde tatsächlich ein Behandlungsfehler festgestellt. 2016 waren es demnach 363 Anträge und 52 festgestellte Fehler.

In 166 Fällen wurden 2017 den Angaben zufolge mögliche Behandlungsfehler stationärer Einrichtungen begutachtet. Das entsprach einem Anteil von rund 70 Prozent. 47 Gutachten wurden in ambulanten Praxen durchgeführt, 15 in Klinikambulanzen. Das mit Abstand am stärksten betroffene Fachgebiet war demnach mit 94 Untersuchungen die Chirurgie (94), gefolgt von Innerer Medizin (30) und Orthopädie (26).

Jeder Behandlungsfehler sei einer zu viel

Ärztekammer-Präsident Erik Bodendieck sagte, jeder Behandlungsfehler sei einer zu viel, „denn hinter jedem Fehler steht auch ein Schicksal“. Dennoch sei die Fehlerzahl gemessen an den rund 32 Millionen stationären und ambulanten Behandlungsfällen gering, ergänzte er. Dies sei das Ergebnis der verantwortungsvollen Tätigkeit von Ärzten, Schwestern und Pflegekräften, so Bodendieck.

Die Gutachterstelle ist bei der Landesärztekammer angesiedelt und wird nur mit dem Einverständnis aller Beteiligten eines Behandlungsfalls tätig. Ziel der Stelle ist es den Angaben nach, Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden und Auseinandersetzungen zwischen Ärzten und Patienten möglichst außergerichtlich beizulegen.

LVZ

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