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Wie Studierende ihren Geldbeutel schonen können

Uni Leipzig & Co. Wie Studierende ihren Geldbeutel schonen können

Studierende haben weniger Geld als Normalverdiener. Darauf ist Sachsen eingestellt. Vielerorts gibt es Rabatte, vom Fitnessstudio übers Museum bis hin zum Copyshop.

Nicht nur die Uni macht eine Stadt für Studierende attraktiv. Zahlreiche Rabatte schonen den Geldbeutel und bieten zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
 

Quelle: dpa

Dresden/Erfurt/Leipzig. Um attraktiv für Studierende zu bleiben, bieten Sachsens Studentenstädte den jungen Leuten zahlreiche Rabatte.

Rabatte in Leipzig

Schon der Umzug nach Leipzig kann sich rentieren: Studierende, die in der Messestadt ihren Erstwohnsitz anmelden, können einmalig einen Bonus von 150 Euro beantragen. Doch auch in ihrer Freizeit können angehende Akademiker sparen.

Für sportlich Aktive

Die Fitnesskette FitnessFirst gewährt pro Monat zehn Euro auf den Mitgliedsbeitrag, zusätzlich wird für Studierende ein besonderer Service angeboten: Bei Praktika oder Auslandssemestern können sie eine Zahlpause einlegen. Auch viele Studios wie zum Beispiel die Tanzzentrale im Westen der Stadt bieten Ermäßigungen für Immatrikulierte an, das gleiche gilt für die meisten Yoga-Studios. Breit aufgestellt und preislich unschlagbar ist das Angebot des Leipziger Hochschulsports. Ballett? Fechten? Fußball? Alles dabei. Für diejenigen, die lieber ihre Lieblingsmannschaft anfeuern als selbst auf dem Spielfeld zu stehen, halten RB Leipzig und der SC DHfK ebenso wie auch Chemie Leipzig ermäßigte Karten für Spiele bereit.

Theater, Kino, Museum

Oper, Gewandhaus und Schauspiel bieten ebenso wie die kleineren Theater vergünstigte Eintrittspreise an. Die Oper lockt mit 40 Prozent Ermäßigung auf den Grundpreis, das Gewandhaus bietet ab 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn Restkarten zwischen 3 und 11 Euro. Auch im Vorverkauf bekommen Studierende günstigere Karten. Im Schauspiel zahlen Immatrikulierte zwischen acht und elf Euro pro Karte. Für Konzerte des MDR Symphonieorchesters zahlen Studierende einen Festpreis von sechs Euro. Das Grassi-Museum gewährt ebenso wie das Museum der Bildenden Künste ermäßigten Eintritt. Und auch in den Leipziger Zoo kommen Studierende drei Euro billiger als Normalverdiener.

Geld knapp

Geld knapp? Dank Rabatten haben Studierende in Sachsen dennoch einige Möglichkeiten.

Quelle: dpa

Im Regina-Palast und in der Schauburg bekommen Studierende Tickets für sechs statt neun beziehungsweise acht Euro, auch im Cineplex gibt es je nach Tag 50 Cent bis einen Euro Rabatt.

„Ohne die gewährten Rabatte könnte ich nicht so viele Filme sehen“, sagt Martin Kerl, der European Studies im Master studiert. Auch die Angebote des Hochschulsports nutze er regelmäßig. „Und die Studentenkarten für Spiele von Chemie Leipzig“, ergänzt der 27-Jährige. Im Gewandhaus hingegen sei er nicht so häufig. „Das nehme ich mir aber mal vor. Noch mal ausnutzen, bevor ich kein Student mehr bin“, sagt er und lacht.

Viele andere Studierende gehen häufig ins Konzert oder in die Oper: „Die Rabatte werden von den Studierenden sehr gut angenommen“, sagt Dirk Steiner, Sprecher des Gewandhauses.

Günstig das Fahrrad reparieren

Wer die Abschlussarbeit nicht zuhause, sondern im Copyshop drucken muss, hat als Student bei Printy in der Ritterstraße besonders günstige Konditionen. Lust, etwas Neues zu lernen? Studierende bekommen bei der Leipziger Volkshochschule 30 Prozent Ermäßigung auf alle Kurse. Und falls das Fahrrad mal kaputt geht – für alle Studierenden gibt es den Radgeber in der Leplaystraße. Dort werden kostenlos Werkzeug und Arbeitsplatz zum Reparieren bereit gestellt.

Rabatte in Dresden

Auch in Dresden winkt Studierenden, die dort ihren Erstwohnsitz anmelden, ein Begrüßungsgeld in Höhe von 150 Euro, zusätzlich werden Zugezogenen einmalig 150 Euro Umzugsbeihilfe gewährt. Vor allem für die Freizeitgestaltung gibt es für Studierende viele weitere Angebote.

Musikunterricht, Sport, Kultur

Die Music Academy in Dresden erlässt Immatrikulierten bis zu 20 Prozent auf die Unterrichtsgebühr. Und auch in der Elbestadt bietet FitnessFirst Studierenden zehn Euro Rabatt pro Monat an. Günstiger als jedes Studio ist der Hochschulsport in Dresden, mit Kursen von Flamenco über Kickboxen bis zu Fußball.

Auch außergewöhnliche Sportarten wie Swing-Jam Circle-Tanz können beim Hochschulsport für wenig Geld ausprobiert werden

Auch außergewöhnliche Sportarten wie Swing-Jam Circle-Tanz können beim Hochschulsport für wenig Geld ausprobiert werden.

Quelle: André Kempner

Die Semperoper verkauft jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn für zehn Euro an der Abendkasse Studentenkarten, wenn die Vorstellung nicht ausverkauft ist. Zudem werden in der Interimsmensa regelmäßig während des Semesters für bestimmte Vorstellungen günstige Karten im Voraus verkauft. Im Staatsschauspiel Dresden zahlen Studierende sieben Euro pro Karte, Erstsemester sogar nur 3,50 Euro. Wer sich gern Kunst anschaut, bekommt in allen staatlichen Museen in Dresden unter Vorlage eines gültigen Studentenausweises ermäßigten Eintritt. Studierende der Kunstgeschichte, Archäologie und verwandter Fächer dürfen kostenlos in die Sammlungen. Beim Besuch des Hygienemuseums zahlen Studierende nur vier statt acht Euro Eintritt.

Auch bei den Kinopreisen kann in Dresden gespart werden: Ins Cinemaxx kommen Studierende immer einen Euro billiger als Normalzahler, im UFA-Kristallpalast zahlen sie je nach Tag zwischen 50 Cent und einen Euro weniger, in der UCI-Kinowelt können sie zwischen 60 Cent und einen Euro sparen.

Kostenlos Sprachen lernen

Doch nicht nur bei der Freizeitgestaltung werden Studierenden Rabatte gewährt: Bei Copy Sauer können sie günstiger drucken und kopieren. Und wer eine neue Sprache lernen will, aber kein Geld für einen teuren Sprachkurs hat, kann es mit der Tandemvermittlung der TU Dresden versuchen. Zu zweit – also als Tandem – können sich Studierende aus unterschiedlichen Ländern entspannt auf ein Bier oder einen Kaffee treffen und dabei auch noch ihr Italienisch verbessern.

Auch in Dresden gibt es eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt für Studierende: Im Radi.O kostet das Nutzen des Werkzeuges nichts, nur die Ersatzteile sollte jeder selbst mitbringen. Beratung und Hilfe gibt es kostenlos dazu.

Rabatte in Erfurt

In Erfurt können Studierende ebenfalls an vielen Ecken sparen. Beim Hochschulsport gibt es eine große Auswahl zum kleinen Preis: Von Yoga über Basketball bis Karate dürfte für die meisten etwas dabei sein.

Rabatte gibt es auch für Kunst- und Filmfans: Für den Eintritt in die Alte Synagoge zahlen Studierende nur fünf statt acht Euro, auch in den anderen Erfurter Museen gibt es Ermäßigungen für Immatrikulierte. Im Erfurter Cinestar lohnt sich für Studierende vor allem an Montagen ein Besuch, dann kostet für sie das Ticket fünf statt sieben Euro. Im Kinoklub zahlen Studierende immer fünf Euro pro Film, immerhin 1,50 Euro weniger als der Normalverdiener.

Preise vergleichen lohnt sich immer

Generell sollten Studierende aber trotz spezieller Rabatte immer Preise vergleichen, sagt Michael Hummel, Referatsleiter Recht der Verbraucherzentrale Sachsen: „Grundsätzlich gilt für Studentenrabatte das, was für alle Rabatte gilt: Nur dadurch, dass etwas günstiger wird, wird es nicht automatischer billiger als andere Produkte.“

Von Sophie Aschenbrenner

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