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Arbeitslosigkeit in Sachsen leicht gestiegen

Arbeitslosigkeit in Sachsen leicht gestiegen

Der lange und kalte Winter hat im Februar in Sachsen die Arbeitslosenzahlen steigen lassen. Vor allem auf dem Bau und in den grünen Berufen wie in der Landwirtschaft konnten Außenarbeiten kaum noch ausgeführt werden - das habe oft Entlassungen zur Folge gehabt, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Chemnitz mit.

Chemnitz. Demnach waren im Freistaat im Februar 291.965 Frauen und Männer ohne Job. Das waren 4572 mehr als im Januar. Die Arbeitslosenquote bei allen zivilen Erwerbspersonen stieg auf 13,6 Prozent (Januar: 13,4 Prozent). Sie blieb damit unter dem Niveau des gleichen Vorjahresmonats (14 Prozent).

„Damit ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar in erster Linie der saisonalen Entwicklung zuzurechnen“, erklärte die Chefin der Regionaldirektion, Jutta Cordt. Die Kurzarbeit entlaste den Arbeitsmarkt noch immer erheblich. „Ohne dieses Instrument läge die Zahl der Arbeitslosen deutlich höher.“ Ende Dezember 2009 arbeiteten etwa 40 000 Menschen in rund 4000 sächsischen Betrieben aus wirtschaftlichen Gründen kurz. Das waren 7000 weniger als im September. Die Arbeitsagenturen zahlten den Unternehmen 2009 insgesamt 103 Millionen Euro Kurzarbeitergeld.

Zudem nahmen laut Arbeitsagentur im Februar fast 82 000 Menschen an Maßnahmen wie Praktika und Qualifizierung teil, nahmen Ein-Euro- Jobs wahr oder wurden bei der Existenzgründung unterstützt. Das waren 3200 weniger als im Januar. Ohne diese Maßnahmen wären rund 373 900 Menschen arbeitslos, hieß es.

Sorgenkind des Arbeitsmarktes bleibt das verarbeitende Gewerbe mit den höchsten Beschäftigungsverlusten. Hier gingen dem Bericht zufolge in den vergangenen zwölf Monaten fast 13 200 Arbeitsplätze verloren. Eine Entspannung sei nicht erkennbar, hieß es, auch wenn sich der Abbau der Beschäftigung deutlich verlangsamt habe. Bei der Leiharbeit gab es 35 900 Jobs - verglichen mit Dezember 2008 waren das rund 750 Arbeitsplätze weniger. Ohne Beschäftigungsverlust zum Vormonat blieb das Gesundheits- und Sozialwesen. Im Jahresvergleich sind in dem Bereich sogar rund 8500 neue Arbeitsplätze entstanden.

Mit 12,4 Prozent hat der Landkreis Meißen die geringste Arbeitslosigkeit. Die Stadt Dresden und der Kreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge folgen mit jeweils 12,5 Prozent. Die höchste Arbeitslosenquoten wurde mit 16,3 Prozent im Kreis Görlitz, der Stadt Leipzig und dem Kreis Nordsachsen mit je 14,8 Prozent gemessen.

Der stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Markus Schlimbach verwies auf den deutlichen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Das zeige, wie schwer es für junge Menschen nach der Ausbildung sei, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Der DGB forderte von den Unternehmen, deutlich mehr qualifizierte junge Menschen zu übernehmen. 30 100 Sachsen im Alter zwischen 15 bis 25 Jahren waren im Februar ohne Beschäftigung.

dpa

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