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Besitzer von Ex-Bundeswehrkrankenhaus in Wiederitzsch ist pleite

Besitzer von Ex-Bundeswehrkrankenhaus in Wiederitzsch ist pleite

Der Eigentümer des früheren Bundeswehrkrankenhauses in Wiederitzsch hat am Donnerstag Insolvenz am Amtsgericht in München angemeldet. Zugleich legte der bisherige Geschäftsführer Uwe Rampold alle Ämter in der Golden Gate GmbH nieder.

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Leere Taschen: Kann jemand seine Rechnungen nicht mehr bezahlen, ist er insolvent.

Quelle: Peter Steffen

Leipzig. Das Unternehmen sei "überschuldet und zahlungsunfähig", teilte der neue Geschäftsführer Hans Volkert Volckens auf der Internetseite von Golden Gate mit. Zudem könne man eine Mittelstandsanleihe von 30 Millionen Euro plus knapp zwei Millionen Euro Zinsen nicht mehr zurückzahlen. Diese wäre am 11. Oktober fällig geworden.

Noch im Mai hatte Rampold gegenüber verschiedenen Medien getönt, es gebe vier Kaufinteressenten für das 4,2 Hektar große Areal in Wiederitzsch. Notfalls könne er die Anleihe auch aus eigener Tasche begleichen. Zudem bestritt das Unternehmen seinerzeit auf Anfrage, dass es Überlegungen für eine große Asylbewerberunterkunft in dem ehemaligen Lazarett gebe. Erst vor zwei Tagen kam die Wahrheit heraus.

Mit der Erklärung zum Insolvenzantrag bestätigte Golden Gate einen aktuellen LVZ-Bericht, laut dem doch intensive Verhandlungen mit dem Freistaat Sachsen über die Einrichtung eines "Integrierten Asylzentrums" in den seit Jahren ungenutzten Gebäuden liefen. Außerdem veröffentlichte die neue Führung im Internet ein detailliertes Konzept dafür. Demnach soll ein Erstaufnahmelager für Flüchtlinge im früheren Bettenhaus sowie in anderen Gebäuden mit einer medizinischen und psychologischen Versorgung im "voll funktionstüchtigen Klinikbereich" verknüpft werden. Traumatisierungen von Kriegsopfern ließe sich damit wirksam begegnen.

Wie berichtet, prüft der Freistaat Wiederitzsch aber nur als eine von 20 Varianten für ein neues Erstaufnahmelager. Ex-Golden-Gate-Chef Rampold beklagte sich bei seinem Abschied darüber, dass "die mit der öffentlichen Hand diskutierten und weit verhandelten Nutzungschancen des Projekts Leipzig sich nicht so schnell realisieren lassen". Sein Nachfolger hofft, mit einem Insolvenzverfahren "in Eigenverwaltung" die Golden Gate GmbH zu retten und das Asylzentrum in Wiederitzsch zu verwirklichen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.10.2014

Jens Rometsch

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