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China beflügelt BMW - Leipziger Werk profitiert von X1-Boom in Fernost

China beflügelt BMW - Leipziger Werk profitiert von X1-Boom in Fernost

"Vom Erfolg des X1 in China profitieren wir gleich doppelt", sagte Frank Ludwig, Leiter von Karosseriebau und Lackiererei im Leipziger BMW-Werk. "Zum einen, weil wir mehr Autos bauen, zum anderen, weil wir auch mehr Teile nach China liefern.

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Blickfang auf der Automesse in Schanghai: Die Studien der beiden künftigen BMW-Elektroautos i3 (hinten) und i8 aus Leipzig. Fotos (2): Frank Johannsen

Quelle: Frank Johannsen

" Befürchtungen, die Produktion des X1 in China könnte dem Leipziger Werk, das den kleinen Geländewagen bisher allein baute, Konkurrenz machen, haben sich sogar ins Gegenteil verkehrt.

Denn der Start der X1-Produktion im neuen Werk Tiexi Ende 2011 hat in China die Nachfrage kräftig angekurbelt. "Das Land ist für den X1 inzwischen der wichtigste Markt weltweit", sagte BMW-Produktmanager Willem Rombauts. Jeder vierte X1 werde inzwischen in dem Land verkauft. 2010 war es nur jeder achtzehnte gewesen. Und das junge Werk vor Ort komme längst noch nicht auf die Stückzahlen, um diese Nachfrage zu befriedigen. Derzeit laufen in Tiexi nur 70 Fahrzeuge pro Tag vom Band, die ausschließlich in China verkauft werden. In Leipzig sind es dagegen 740, davon allein 520 X1.

Denn alle Märkte außer China werden ausschließlich von Leipzig aus beliefert. Und der Start des X1 in den USA im September hat noch einmal Schub gegeben: Fast 16000 Stück gingen allein in den ersten sieben Monaten über den Atlantik.

Nach China gingen im vergangenen Jahr sogar 20000. Denn von den dort verkauften 40000 Stück kam nur die Hälfte aus Tiexi, rechnete BMW-Sprecherin Linda Croissant vor. Der Rest wurde aus Sachsen importiert. Das waren am Ende sogar mehr als 2011, als Leipzig den Markt noch allein bediente. Da wurden in China insgesamt nur knapp 16000 X1 verkauft, 2010 waren es noch weniger als 6000 gewesen

Selbst in den in China montierten X1 stecken Teile aus Leipzig. Die werden seit 2011 per Transsibirischer Eisenbahn nach Nordostchina geschickt. Das soll auch so weitergehen. Zwar wolle man die Produktion vor Ort erweitern, schon um die ohen Strafzölle auf Lieferungen aus Deutschland zu vermeiden, sagte Rombauts. Auf absehbare Zeit werde man ohne die Lieferung von Teilen und ganzen Autos aus Leipzig aber nicht auskommen.

Auf der Automesse in Schanghai, die noch bis Montag geht, fährt BMW daher so viele Modelle aus Sachsen auf wie noch nie: Neben den beiden aktuellen Modellen 1er und X1 ist auch schon die Kompaktvan-Studie Active Tourer zu sehen, die 2014 in Serie gehen soll. Und die beiden künftigen Elektroautos i3 und i8 fanden am Eröffnungstag sogar einen Platz auf der Bühne: Gleich zu Beginn der Präsentation rollten beide aufs Podest. Allerdings noch nicht die Serienmodelle, die in Leipzig bereits streng abgeschirmt im Testlauf produziert werden. "Das sind noch die Konzeptstudien", sagte Entwicklungsvorstand Herbert Diess. "Aber Ende des Jahres kommt der i3 auf den Markt." Dann wolle man auch im Reich der Mitte punkten. "Wir sehen für dieses Fahrzeug hier in China einen großen Markt." Denn wegen der begrenzten Reichweite der E-Autos will BMW vor allem in den größten Ballungsräumen der Welt punkten - und hat China mit seinen Millionenmetropolen als einen der Kernmärkte ausgemacht.

Ausgerechnet dort droht dann aber Konkurrenz aus dem eigenen Haus: BMW hat zusammen mit seinem chinesischen Partner Brilliance gerade die neue Marke Zinoro ins Leben gerufen, die ab 2014 an den Start gehen soll - und zwar mit einem eigenen Elektroauto für China. "Das kommt den i-Modellen aber nicht in die Quere", beruhigte BMW-Sprecher Michael Rebstock. Denn mit dem i3 werde der erste Zinoro außer dem E-Antrieb nichts gemein haben. Statt der aufwendigen Carbon-Karosserie des i3 werde er ein ganz klassisches Blechkleid erhalten und eher Richtung SUV gehen. Die Basis soll Medienberichten zufolge vom X1 stammen. Schaden werde das dem i3 nicht, versichert Rebstock. "Im Gegenteil: Jede lokale Produktion hilft uns, den Markt für Import-Fahrzeuge zu öffnen." Davon könnten i3 und i8 dann sogar profitieren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2013

Frank Johannsen

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