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Commerzbank baut bei früherer Eurohypo 500 Stellen ab - Leipziger Standort wird geschlossen

Commerzbank baut bei früherer Eurohypo 500 Stellen ab - Leipziger Standort wird geschlossen

Die Commerzbank baut bei der früheren Eurohypo bis 2015 rund 500 Vollzeitstellen ab - und damit etwa jeden zweiten Arbeitsplatz. Der Stellenabbau betreffe alle Standorte, darunter auch den in Leipzig, sowie die Zentrale der Commerzbank-Tochter in Eschborn, erfuhren die Nachrichtenagenturen dpa-AFX und dpa am Mittwoch aus Konzernkreisen.

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Die Tochter Eurohypo war lange Zeit das Commerzbank-Sorgenkind. 

Quelle: Frank May

Frankfurt/Eschborn. Im Inland sind 350 Stellen betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden, seien aber nicht ausgeschlossen. Die Niederlassung in Köln wird bis Ende 2013 geschlossen, der Standort am Leipziger Martin-Luther-Ring bis Ende 2015. In Berlin und Hamburg werden einzelne Bereiche aufgegeben.

Der über Jahre defizitäre Staats- und Hypothekenfinanzierer Eurohypo wird auf Druck aus Brüssel derzeit größtenteils abgewickelt. Der Vorstand des inzwischen als Hypothekenbank Frankfurt firmierenden Instituts und der Gesamtbetriebsrat einigten sich nun auf einen Interessenausgleich und einen Sozialplan.

Ein Commerzbank-Sprecher bestätigte auf Anfrage: „Die Hypothekenbank Frankfurt AG hat die Gremienverhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern abgeschlossen. Bis 2015 sollen demnach in Deutschland rund 350 Vollzeitkräfte abgebaut werden. Auch im Ausland wird es zu einem zusätzlichen Stellenabbau kommen. Insgesamt sollen bis Ende 2015 damit rund 500 Vollzeitkräfte abgebaut werden.“

Die 500 Stellen sind Teil der 4000 bis 6000 Stellen, die der teilverstaatlichte Dax-Konzern bis 2016 streichen will. Diese Zahlen waren am vergangenen Donnerstag bekanntgeworden. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi stehen bei Deutschlands zweitgrößtem Geldhaus allein in Deutschland bis zu 4600 Stellen auf der Kippe. Erwogen wird zudem eine Verlagerung von Arbeit an kostengünstigere Standorte.

Ende März 2012 hatte die EU-Kommission grünes Licht für die Abwicklung der Eurohypo gegeben, weil sich partout kein Käufer für den Immobilienfinanzierer gefunden hatte. Ursprünglich hatte Brüssel von der Commerzbank im Gegenzug für Rettungsmilliarden während der Finanzkrise 2008/2009 den Eurohypo-Verkauf bis Ende 2014 verlangt.

Die Eurohypo war 2002 entstanden als Deutsche Bank, Commerzbank und Dresdner Bank ihre Hypothekenbanken vereinten. Als der damalige Hauptkonkurrent Hypo Real Estate (HRE) das Institut 2005 übernehmen wollte, machte die Commerzbank von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch und steckte gut 4,5 Milliarden Euro in den Erwerb der Eurohypo.

dpa

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