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DGB: Berlin hat höchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen - Leipzig und Dresden im Mittelfeld

DGB: Berlin hat höchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen - Leipzig und Dresden im Mittelfeld

Einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zufolge können in Deutschland mehr als eine halbe Million 15- bis 24-Jährige nicht ohne staatliche Grundsicherung leben.

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"Kassenkarte" der Arbeitsagentur für die Ausbezahlung von Hartz IV.

Quelle: Frank May/Archiv

München/Leipzig. Bundesweit waren Mitte dieses Jahres 8,8 Prozent aller Menschen dieser Altersgruppe Hartz-IV-Empfänger. Unter den 14 untersuchten Städteregionen schnitt Berlin am schlechtesten ab.

In der Hauptstadt bezog im Juli fast ein Fünftel (19,2 Prozent) der Jugendlichen die staatliche Leistung. An zweiter Stelle liegt Duisburg mit einer Hilfequote von 17,4 Prozent - noch vor Dortmund und Bremen. Leipzig reiht sich mit einem Wert von 11,6 Prozent ein. Dresden liegt mit 9,6 Prozent im einstelligen Bereich. Am besten schnitt bei den untersuchten Regionen München ab. In der bayrischen Landeshauptstadt waren nur 5,1 Prozent der Jugendlichen auf Hartz-IV angewiesen.

Und noch etwas hat der DGB ermittelt: Die Hilfequote der Jugendlichen in den Großstadtregionen ist meist höher ist als für alle Personen im erwerbsfähigen Alter von 15 – 65 Jahren. Lediglich in Leipzig, Dresden, München und Köln lag die Quote der Jugendlichen leicht niedriger als die der erwerbsfähigen Hilfeempfänger insgesamt.

„Die Erfolge beim Abbau der Jugendarbeitslosigkeit haben bisher  nichts daran ändern können, dass Jugendliche ein  überdurchschnittliches Verarmungsrisiko haben“, heißt es in der  Studie, die LVZ-Online vorliegt. Im September 2012 lebten demnach 534.000  junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren von Hartz IV, allerdings  war weniger als die Hälfte von ihnen arbeitslos.

„Das  Verarmungsrisiko dieser Jugendlichen ist hier offensichtlich längst  nicht immer Ausdruck nur eigener beruflicher Integrationsprobleme,  sondern relativ oft auf das Fehlen Existenz sichernder Arbeitsplätze  der Eltern zurückzuführen“, heißt es in der Studie.  

Bei Kindern unter 15 Jahren lag die Hilfequote im Juli 2012  bundesweit sogar bei 15,3 Prozent. Auch in dieser Statistik nimmt Berlin eine traurige Vorreiterrolle mit 34,3 Prozent ein. München steht erneut am besten da, mit einem Wert von 12 Prozent. Dresden wies eine Rate von 20 und Leipzig von 18,3 Prozent auf.

Armut gehe einher mit schlechten  Bildungschancen, so die Analyse. An Hauptschulen gebe es dreimal  öfter arme Schüler. „Eltern armer Kinder entscheiden sich häufiger  gegen weiterführende Schulen, weil ihre Kinder früher Geld verdienen  sollen“, so die DGB-Analyse.

Relativ geringe berufliche Perspektiven  förderten wiederum Resignation und Mutlosigkeit. „Es verwundert  nicht, wenn jugendliche Hartz-IV-Empfänger die Schule ohne  Schulabschluss verlassen.“

mro

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