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Fragen zu Kreditgebühren bringen Verbraucherzentrale an Grenzen

Fragen zu Kreditgebühren bringen Verbraucherzentrale an Grenzen

Die Verbraucherzentrale Sachsen stößt aufgrund der zahlreichen Anfragen zu unrechtmäßigen Kreditgebühren zum Jahresende an ihre Grenzen. „Die Nachfrage der Verbraucher war im vierten Quartal so hoch, dass uns dies an unsere Anfangszeit in den 90er Jahren erinnert hat“, sagte der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen, Joachim Betz.

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Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Es habe Tage mit 320 telefonische Beratungen innerhalb von sechs Stunden gegeben.

Der Bundesgerichtshof hatte im Oktober entschieden, dass sich Bankkunden unrechtmäßig erhobene Gebühren für Kredite zurückholen können. „1990 hatten die Bürger tausende Fragen, die sich durch die Marktwirtschaft ergaben. 2014 beschäftigten die Sachsen neben den Kreditgebühren Fragen zu Immobiliendarlehen, gestiegenen Energiepreisen und Internet-Abzocke“, sagte Sprecherin Christina Siebenhüner. Weil die Probleme immer komplexer würden, dauere eine Beratung heute länger und erfordere vielschichtige Kenntnisse.

Insgesamt gingen von Januar bis November rund 125 000 Anfragen bei den 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen ein und damit etwas mehr als 2013. „Internet-Abzocke wird immer mehr zum dominierenden Thema. Um diesem Problem Herr zu werden, sind neue Strategien wie die von uns geforderten Schwerpunktstaatsanwaltschaften notwendig“, sagt Geschäftsführer Betz. So finde sich beim Mailprogramm plötzlich unten rechts nicht mehr der gewohnte „Einloggen-Button“, sondern ein „Kaufen-Button“. „Der Verbraucher hat dann ein Abo am Hals“, warnt Sprecherin Siebenhüner.

Beim Kampf gegen Unternehmen, die gegen Verbraucherschutzrichtlinien verstoßen, sieht sich die Zentrale auf einem guten Weg. „Wir hatten uns 2014 auf die Fahnen geschrieben, den Druck auf solche Unternehmen zu erhöhen“, so Betz. Dass dies gelungen sei, zeige sich in den umfangreichen Abmahn- und Klageaktivitäten und der erstmaligen Verleihung des Negativpreises „Prellbock“. Den „Prellbock“ erhielt eine Chemnitzer Firma für das Werben mit irreführenden Produktpreisen im Internet. Die Verbraucherzentrale hatte dagegen eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Größte Herausforderung im neuen Jahr werde die Aufbauphase eines Finanzmarktwächters, so Betz. „Die Verbraucherzentrale Sachsen wird bundesweit federführende Aufgaben für die Themen Bankdienstleistungen und Verbraucherdarlehen übernehmen.“ Mit dem beim Bundesverband der Verbraucherzentralen angesiedelten Marktwächter will die Bundesregierung den Verbraucherschutz bei Geldanlagen vorantreiben. „Wichtigste Aufgabe soll es sein, den Markt aus Verbrauchersicht zu beobachten und Aufsichtsbehörden auf Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen“, erklärte Betz.

lvz

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