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Gestohlene Verträge? Unister wittert Schmutzkampagne von Konkurrenten

Gestohlene Verträge? Unister wittert Schmutzkampagne von Konkurrenten

 Leipzig. Das Leipziger Internet-unternehmen Unister geht nach zwei Durchsuchungen seiner Geschäftsräume innerhalb von sechs Wochen in die Offensive. Die Onlinevermittler glauben, dass Konkurrenten das Firmenansehen in den Schmutz ziehen wollen.

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Quelle: dapd

„Unsere Juristen haben Hinweise aus glaubhaften Quellen, dass ein Leipziger Anwalt sogar von Wettbewerbern mandatiert sei, alles zu tun, um das Image von Unister zu beschädigen“, erklärte Firmensprecher Konstantin Korosides gestern gegenüber der Leipziger Volkszeitung. Wenn es stimme, dass dabei auch - so sei es dem Unternehmen jedenfalls zugetragen worden - gestohlene Unister-Verträge eine wichtige Rolle spielten, die auch den Ermittlungsbehörden übergeben worden seien, dann wäre dies tatsächlich ein Fall für den Staatsanwalt. „Wir sind besorgt, dass sich die Staatsanwaltschaft Dresden instrumentalisieren lassen könnte“, sagte Korosides weiter.

Den Namen des Anwaltes nannte der Sprecher nicht. Einer der Belastungszeugen gegen Geschäftsführer Thomas Wagner und weitere Manager ist jedoch Peter Hense. Der Jurist war bis vergangenes Jahr Unister-Justiziar und arbeitet nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen in Leipzig als Rechtsanwalt.

Wenn er gemeint sein sollte, dann weise er diese Vorwürfe deutlich zurück, sagte Hense auf Anfrage. Er  sei weder von Wettbewerbern beauftragt noch verfüge er persönlich über illegal erlangte Unterlagen der Unister Holding GmbH. „Meine Rechtsanwaltssozietät ist bereits seit April 2012 mit Rechtsstreitigkeiten gegen die Unister-Gruppe mandatiert, bei denen es um Verstöße der Unister-Gruppe gegen Wettbewerbsrecht, Marken- und Domainrecht sowie Datenschutzrecht geht“, so Hense. Die Streitwerte seien erheblich. Desweiteren habe er wie jeder Bürger die gesetzliche Pflicht, im Strafverfahren als Zeuge wahrheitsgemäß auszusagen. „Dieser Pflicht bin ich nachgekommen, wie auch weitere ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der Unister-Gruppe.“

Unister betreibt bekannte Online-Portale wie ab-in-den-urlaub.de und fluege.de. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen führende Manager des Unternehmens wegen des Verdachts auf unerlaubten Verkauf von Versicherungsprodukten, Steuerhinterziehung, illegalem Adresshandel und Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 1900 Mitarbeiter und hat im Jahr 2011 einen vermittelten Umsatz von gut einer Milliarde Euro erzielt.

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Matthias Roth / Sabine Schanzmann-Wey

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