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Gewerkschaft Verdi fordert 6,4 Prozent mehr Gehalt für Landesbeschäftigte

Gewerkschaft Verdi fordert 6,4 Prozent mehr Gehalt für Landesbeschäftigte

Die Gewerkschaft Verdi will bei den anstehenden Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder kräftige Lohnerhöhungen durchsetzen. Gefordert wird ein Plus von mindestens 6,4 Prozent.

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Verdi-Chef Frank Bsirske

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Die Einkommensunterschiede im öffentlichen Dienst müssen beseitigt werden“, forderte Verdi-Chef Frank Bsirske am Freitag in Leipzig. Es könne nicht im Interesse der Länder sein, an Attraktivität gegenüber anderen öffentlichen Arbeitgebern einzubüßen.

Die Gewerkschaftsforderung, die am Dienstag (11. Dezember) von der Tarifkommission präzisiert und beschlossen werden soll, orientiert sich an den Abschlüssen für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen. Hier waren im Frühjahr für einen Zeitraum von zwei Jahren Erhöhungen von 6,3 Prozent vereinbart worden. Die Verhandlungen für den Tarifvertrag der Länder sollen am 31. Januar beginnen und am 7. und 8. Februar sowie am 14. Und 15. März fortgesetzt werden.

Verhandlungsführer der Länder sind die Finanzminister von Sachsen-Anhalt und Sachsen, Jens Bullerjahn (SPD) und Georg Unland (CDU), sowie die Bremer Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne).

Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert

Bsirske sagte, in den Tarifverhandlungen werde die Frage nach den Urlaubsansprüchen der Beschäftigten eine entscheidende Rolle spielen, da die Länder einseitig den Urlaubstarifvertrag gekündigt hätten. Grund war ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt vom März 2012, wonach eine Staffelung der Urlaubstage nach dem Alter unzulässig sei. Bei Neueinstellungen und auch bei Verlängerungen befristeter Arbeitsverträge hätten Beschäftigte in den Ländern nur noch einen Urlaubsanspruch von 26, statt bisher bis zu 30 Tagen im Jahr. „Das ist ein Punkt, der viele Beschäftigte aufbringt“, sagte Bsirske.

Für die Auszubildenden will ver.di eine spürbare Erhöhung der Vergütung erreichen. Sie soll sich an den Abschlüssen des Bundes und der Kommunen orientieren, wo eine Steigerung von monatlich 90 Euro vereinbart worden war. Außerdem soll künftig im Tarifvertrag der Länder nach Verdi-Vorstellungen eine Garantie der Übernahme nach einer erfolgreichen Ausbildung enthalten sein.

Verdi will in den Verhandlungen weiterhin darauf dringen, für Sachsens Lehrer eine verbindliche Eingruppierung in die Entgeltgruppen im Tarifvertrag der Länder festzuschreiben. Diese werde bisher einseitig vom Freistaat Sachsen vorgenommen. „Die Diskriminierung der Lehrkräfte in Sachsen soll und kann nicht länger hingenommen werden“, sagte Bsirske. Das Gebot der Gerechtigkeit und die Frage der Attraktivität des Lehrerberufs geböten die Festschreibung.

Der Tarifvertrag der Länder, der Bsirske zufolge für rund eine Million Beschäftigte gilt, soll nach dem Willen von Verdi künftig auch für die Beamten angewandt werden, die Länder als Dienstherren haben.

Sven Eichstädt,dapd

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