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"Heilige Drei Könige" und Sachsen-Anhalter sorgen für Umsatzplus in Leipzig

"Heilige Drei Könige" und Sachsen-Anhalter sorgen für Umsatzplus in Leipzig

Während die meisten Sachsen die Weihnachtsfeiertage vorerst hinter sich gelassen haben, konnten sich einige Bundesländer gestern über einen weiteren freien Tag freuen.

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Viele Sachsen-Anhalter nutzten den Tag der Heiligen Drei Könige für einen Ausflug ins nahe gelegene Leipzig. (Symbolbild)

Quelle: Jan Woitas

Leipzig. So nutzten viele Sachsen-Anhalter den Tag der Heiligen Drei Könige für einen Ausflug ins nahe gelegene Leipzig, wo ein regulärer Werktag und damit auch zahlreiche offene Geschäfte warteten.

"Wir merken den Feiertag deutlich", erklärt Marlies Göllnitz-Gellert, Geschäftsführerin des Kaufhauses Karstadt und Vorsitzende des Vereins City Leipzig Marketing. "Leipzig liegt geografisch ideal, direkt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt." Die Auswirkungen seien in allen Branchen spürbar, in den Geschäften herrschten höhere Kundenfrequenzen als an anderen Werktagen.

Auch Stefan Knorr, Centermanager der Promenaden im Hauptbahnhof, freut sich über den Feiertag im Nachbarland. "Wir verzeichnen ein verstärktes Besucheraufkommen, vergleichbar mit einem Freitag. Dabei profitieren wir auch von der S-Bahn-Verbindung Leipzig-Halle." Außerdem mache sich das gute Wetter bemerkbar, das zusätzlich Besucher in die Messestadt locke.

Auch Göllnitz-Gellert lobt die gute S-Bahn-Anbindung. "Wir haben in Halle gezielt für die Leipziger Innenstadt geworben und sind froh, dass sich das an Tagen wie heute auszahlt."

Der Sachsen-Anhalter Jörg Imhof hat den Feiertag gleich als Anlass für einen längeren Ausflug in die Messestadt genutzt. "Meine Frau und ich sind schon gestern angereist, waren im Gewandhaus zum Musical über die Band Queen. Dank des freien Tages mussten wir danach nicht nach Hause fahren und können den schönen Tag zum Einkaufen und Schlendern nutzen."

Aus Weißenfels hat es Carolin Berndt nach Leipzig gezogen. Tradition hat der Besuch Anfang Januar zwar noch nicht, doch auch sonst zieht es die 26-Jährige oft zum Shoppen nach Sachsen. "Einkaufen macht hier unheimlich viel Spaß, da haben wir den Feiertag gerne für einen Ausflug genutzt."

Für viele Sachsen-Anhalter ist der 6. Januar eine Art Ausgleich zum Buß- und Bettag, an dem nur die Sachsen einen freien Tag haben. "Im November muss ich als einzige aus der Familie zur Arbeit", erklärt die Markkleebergerin Christine Winne, die in Halle arbeitet. "Dafür genieße ich heute einen freien Tag nur für mich allein - und kann die Angebote des Winterschlussverkaufs nutzen. Das mache ich schon seit Jahren so."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.01.2015

Josephine Heinze

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