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IG Metall will Heidelberger Druck in Leipzig halten - Aktionen und Alternativkonzept geplant

IG Metall will Heidelberger Druck in Leipzig halten - Aktionen und Alternativkonzept geplant

Die IG Metall will eine mögliche Schließung des Leipziger Werks von Heidelberger Druck mit seinen 250 Mitarbeitern nicht hinnehmen. "Wir setzen auf den Erhalt und die Weiterentwicklung des Standorts", sagte gestern Leipzigs IG-Metall-Chef Bernd Kruppa.

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Das Werk von Heidelberger Druckmaschinen in Leipzig

Quelle: pd

Leipzig. Nach dem Vorbild des erfolgreichen Kampfs um das Siemens-Werk in Böhlitz-Ehrenberg 2013 will die Gewerkschaft jetzt ein entsprechendes Alternativkonzept erarbeiten. "Wir werden auch wieder intelligente und kreative Aktionen auf die Beine stellen und rechnen fest mit der Unterstützung der Stadt und der Staatsregierung."

Die Gewerkschaft erwarte offene Gespräche mit der Konzernspitze und den Führungskräften vor Ort. "Dafür müssen wir vom Vorstand Raum und Zeit erhalten, um die notwendigen Prozesse einzuleiten", forderte Kruppa. Zunächst wollen Betriebsrat und Gewerkschaft Know-how von Branchenkennern einholen. "Wir setzen auf das überzeugendere Konzept. Und daran werden wir mitarbeiten." Bei Siemens hatten IG Metall und Betriebsrat damit vor gut einem Jahr schon Erfolg: Die bereits beschlossene Schließung des Standorts wurde zurückgenommen, statt 325 fielen nur 144 Stellen weg.

Das will die IG Metall nun wiederholen. "Ziel ist ein alternatives Unternehmenskonzept, das nicht nur auf Personalabbau oder Restrukturierung setzt. Dazu gehören alle Fragen zur Weiterentwicklung des Standorts in der bestehenden Form." Dabei müsse auch über neue Produkte und Geschäftsfelder gesprochen werden. Kooperationen und strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen, wie sie die Konzernleitung anstrebt, schloss Kruppa nicht aus. "Entscheidend ist, dass der Standort erhalten bleibt."

Konzernchef Gerold Linzbach hatte am Mittwoch die gesamte Sparte Postpress, zu der das Leipziger Werk für Sammelhefter und Klebebinder gehört, auf den Prüfstand gestellt. Noch ist nichts entschieden, doch schon Mitte Juli will er "konkrete Schritte einleiten". Von Einschnitten in die Produktion über neue Partner bis hin zur Stilllegung ganzer Produktlinien sei dann alles denkbar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2014
Frank Johannsen

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