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In Leipzigs Handwerk brummt das Geschäft - jetzt drohen Preiserhöhungen

In Leipzigs Handwerk brummt das Geschäft - jetzt drohen Preiserhöhungen

Die Handwerksbetriebe in der Region sehen sich weiter im Aufwind: Die Auftragsbücher sind voll, die Stimmung bestens. Und in den nächsten Monaten soll es noch besser laufen.

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Vor allem auf dem Bau laufen die Geschäfte blendend.

Quelle: dpa

Leipzigs. Das sind die Ergebnisse der Frühjahrsumfrage der Leipziger Handwerkskammer. Die schlechte Nachricht für Kunden: Wegen steigender Energie- und Materialkosten dürften die Handwerkerpreise bald anziehen.

"Das Handwerk ist mit viel Schwung ins neue Jahr gestartet", sagte gestern Kammerpräsident Ralf Scheler. "Die Betriebe blicken mit Zuversicht in die nächsten Monate." Zwar sei die Stimmung nicht ganz so gut wie bei der letzten Umfrage im Herbst. Das sei im Frühjahr aber wegen der Witterung fast immer so. Und nach wie vor schätzt fast jeder zweite Handwerker die aktuelle Lage als gut ein. Vor einem Jahr war es jeder dritte gewesen. Die Auslastung der Betriebe ist weiter hoch: Sie liegt im Schnitt bei 82 Prozent. Im Herbst waren es zwar noch 86 Prozent gewesen, vor einem Jahr aber nur 79. "Und fast ein Drittel der Betriebe ist sogar voll ausgelastet, zu 100 Prozent", sagte Scheler. Die Auftragsbücher sind voll: Im Schnitt reicht der Vorlauf für 8,5 Wochen. "Ein wirklich guter Wert", so Scheler.

Noch besser sind die Aussichten für die nächsten Monate: Jeder fünfte Betrieb rechnet mit noch mehr Aufträgen, fast jeder dritte auch mit mehr Umsatz. Zuletzt war der aber etwas zurückgegangen. Jeder achte Handwerker der Region will in diesem Jahr auch neue Leute einstellen.

Am besten läuft es auf dem Bau, allen voran im Ausbaugewerbe. Der milde Winter habe hier zusätzlich geholfen. Und das werde in den nächsten Monaten auch so weitergehen, glaubt Scheler. Sorgenkind bleibt dagegen das KFZ-Gewerbe. Fast 40 Prozent der Autohäuser beklagen einen Auftragsschwund, mehr als 50 Prozent schrumpfende Umsätze. Die Stimmung dürfte sich aber bald drehen, hofft Scheler. Schließlich ziehen die Autoverkäufe an und das Werkstattgeschäft laufe stabil. Bei den Aussichten für die Zukunft überwiegt daher Optimismus: 41 Prozent der Autohäuser rechnen im Herbst mit guten Geschäften, nur noch zehn Prozent mit schlechten.

Größtes Problem für alle Handwerker sind die stetig steigenden Materialkosten. 61 Prozent berichteten über höhere Beschaffungskosten. Der Druck, die eigenen Preise zu erhöhen, werde dadurch immer größer, sagte Scheler. Im ersten Quartal habe schon jeder fünfte Handwerker an der Preisschraube gedreht. "Noch versuchen aber gut zwei Drittel der Betriebe, ihre Verkaufspreise konstant zu halten, damit es für die Verbraucher nicht teurer wird", berichtete der Handwerks-Präsident. Das werde aber nicht mehr lange gutgehen. Es werde wohl schon bald auf breiter Front zu weiteren Preiserhöhungen bei Handwerkern kommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.05.2014
Frank Johannsen

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