Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 0 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Kritik an Reiseportal rechtens - Gericht weist Klage von Unister ab

Kritik an Reiseportal rechtens - Gericht weist Klage von Unister ab

Das Landgericht Frankfurt/Main hat eine Klage der Leipziger Unister Holding GmbH gegen die Verbraucherzentrale Sachsen und deren Geschäftsführer in den überwiegenden Punkten abgewiesen.

Voriger Artikel
Ermittlungen gegen Unister dauern an – Staatsanwaltschaft vernimmt Zeugen
Nächster Artikel
Verbraucherzentrale Sachsen vergibt erstmals einen Negativpreis

Das Landgericht Frankfurt/Main hat eine Klage der Leipziger Unister Holding GmbH gegen die Verbraucherzentrale Sachsen abgewiesen.

Quelle: Peter Endig

Leipzig/Frankfurt. Konkret ging es um Warnungen der Verbraucherschützer vor möglichen Kostenfallen auf einem Reiseportal von Unister. So darf Joachim Betz, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen, nun weiterhin sagen: "Wir können Interessierten nur raten, Buchungen dieses Portals (sc. www.fluege.de) nicht vorzunehmen, wenn man sich Ärger ersparen will." Außerdem darf in diesem Zusammenhang von "falschen Buchungsbestätigungen, Fehl- und Doppelbuchungen oder etwa unzulässigen Voreinstellungen" gesprochen werden. Dagegen darf nicht mehr behauptet werden, bei dem Reiseportal gebe es "auffällig zahlreiche und vielfältige" Probleme.

Die Richter begründen ihre Entscheidung damit, dass durch die Äußerungen keine unverhältnismäßige Beeinträchtigung des Unternehmens bestehe. "Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass die Klägerin (die Unister GmbH - Anm. d. Red.) es anscheinend vermeidet, ihren Internetauftritt so abzuändern und zu gestalten, dass für den Verbraucher leicht und transparent alle Preisbestandteile von Anfang an erkennbar sind und bestimmte fakultative Bestandteile voreingestellt sind." Dem widerspricht Unister auf LVZ-Anfrage: "Der Buchungsvorgang ist noch nutzerfreundlicher geworden und wir haben uns bemüht, noch transparenter alles zu gestalten", erklärt Kommunikationschef Konstantin Korosides.

Die Verbraucherzentrale Sachsen wertet das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, bereits als Erfolg. Ein entscheidendes Indiz dafür sei auch, dass das Landgericht die Verfahrenskosten mehrheitlich (zu 9/15) dem Unternehmen auferlegt hat. Eine Entscheidung, ob Unister eine Berufung einlegen wird, ist noch nicht gefallen. "Wir sind nach wie vor anderer Meinung, prüfen aber das Urteil derzeit. Wir werden immer in einem kritischen Dialog mit der Verbraucherzentrale sein. Aber wir bemühen uns, den Verbraucherschützern so weit wie möglich entgegen zu kommen", sagt Korosides. "Wir sind in verschiedenen Dingen anderer Ansicht. Denn das kommt nicht nur bei uns vor, sondern in jeder Branche."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.05.2013

Andreas Debski

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft Regional
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr