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Lärmgegner fordern Verbesserungen – 126.000 Beschwerden über Flughafen Leipzig/Halle

Lärmgegner fordern Verbesserungen – 126.000 Beschwerden über Flughafen Leipzig/Halle

Fluglärmgegner aus Leipzig und der Region wollen den Druck auf die sächsische Landesregierung erhöhen, wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung am Flughafen Leipzig/Halle (FLH) zu ergreifen.

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Vor allem nachts fühlen sich viele Anwohner durch Fluglärm gestört. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Das „Netzwerk der Bürgerinitiativen gegen Flug- und Bodenlärm“, ein Bündnis mehrerer Gruppen von Betroffenen, fordert die Bevölkerung daher auf, Fluglärmbeschwerden künftig direkt an die Mitglieder der Fluglärmkommission des FLH zu richten.

Obwohl es in den vergangenen Jahren unzählige Beschwerden direkt an den Flughafen oder den Deutschen Fluglärmdienst (DFLD) gegeben habe, seien die Anstrengungen für aktiven Lärmschutz völlig unzureichend. Die Vertreter in der Fluglärmkommission hätten offenbar „die gesundheitliche Gefährdung der Bürger noch nicht in erforderlichem Maße erfasst“, erklärte das Netzwerk. Dabei sei der FLH die „lauteste nächtliche siedlungsnahe Lärmquelle Deutschlands“.

Tatsächlich gingen beim DFLD, einem gemeinnützigen Verein, 2012 rund 126.000 Beschwerden zum Leipziger Airport ein. Zum Vergleich: Im Zusammenhang mit den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gab es im gleichen Zeitraum lediglich etwa 5000 Beschwerden.

An Verkehrsflughäfen muss laut Luftverkehrsgesetz eine Kommission gebildet werden, die über Maßnahmen zum Schutz gegen Fluglärm und Luftverunreinigungen berät. Der Kommission am FLH gehören laut Airport-Management derzeit 21 Mitglieder an. Sie werden vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr berufen. Das Gremium kann zwar Maßnahmen zum Schutz gegen Fluglärm vorschlagen, die Vorschläge besitzen aber lediglich „empfehlenden Charakter“.

Die Fluglärmgegner kritisieren seit Jahren vor allem den Nachtflugverkehr am FLH. Erst im November hatte der Chef der Mitteldeutschen Flughafen AG, Markus Kopp, hierzu gesagt, dass die Wirtschaft auf nachts geöffnete Luftfrachtstandorte dringend angewiesen sei. Ohne diese Betriebszeiten wanderten Express-Luftfrachtunternehmen mit ihren Arbeitsplätzen an andere Standorte ab. Die Mitteldeutsche Flughafen AG betreibt die Airports in Leipzig und Dresden. Die Landesregierung ist Hauptgesellschafter.

Alexander Laboda

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