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Leipziger Werk wird immer wichtiger für Porsche: Cayenne erobert Pole-Position

Leipziger Werk wird immer wichtiger für Porsche: Cayenne erobert Pole-Position

Zehn Jahre nach ihrer Einführung bestimmt die Porsche-Baureihe Cayenne immer stärker die Absatzstatistiken der Stuttgarter Sportwagenschmiede. Knapp 429 000 Mal verkaufte Porsche die Geländelimousine seit deren Start im Dezember 2002, wie die VW-Tochter am Freitag mitteilte.

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Die Hybrid-Version des Geländewagens Cayenne. Alle Modelle der Geländelimousine tragen insgesamt mit 53 Prozent zum Porsche-Absatz bei. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Stuttgart/Leipzig. In der Bilanz des laufenden Jahres (elf Monate) liefert der Cayenne 53 Prozent des Porsche-Absatzes, Tendenz steigend. Das Modell wird im Leipziger Porsche-Werk endmontiert.

Der Einstieg ins Segment der geländegängigen Mehrzweckfahrzeuge markiert bei Porsche auch eine Zäsur. Mit dem Klassiker 911 und dem Mitte der 1990er Jahre gestarteten Boxster stand die Marke lange Zeit für Luxusflitzer - schnittig, aber eben auch eng und ohne viel Platz.

Dann, im Zuge des Firmenumbaus nach der Beinahe-Pleite in den 1990er Jahren, läutete der Cayenne eine neue Ära ein. Die in der Regel wohlhabende Porsche-Klientel bekam in Zuffenhausen plötzlich auch ein Angebot, in das das Golf- und Skigepäck der Familie passte oder das Pferdeanhänger und Boote zog. Und die Bodenfreiheit freute nicht nur Jäger oder Offroad-Fans - Geländelimousinen (SUV) mit erhöhtem Sitz und guter Rundumsicht sollten ganz generell ein Trend werden, wie die Zulassungsstatistiken in Deutschland zeigen.

Die Geländelimousine ist zudem eine Geschichte über den Erfolg von Kooperationen mit Volkswagen. Der Cayenne wird anfänglich wie der VW-Touareg im VW-Werk Bratislava (Slowakei) gebaut. Im Porsche-Werk Leipzig erfolgt die Komplettierung.

Mit dem kleinen Cayenne-Bruder Macan, der in gut einem Jahr auf den Markt kommen soll, will Porsche den SUV-Erfolg wiederholen. Der Macan soll in Leipzig vom Band rollen. Porsche baut dazu seine Leipziger Fabrik derzeit vom Montage- zum Vollwerk aus.

Die kostensparende Gleichteilestrategie mit VW, wo Porsche seit diesem Sommer komplett unter dem Konzerndach angesiedelt ist, wird dabei fortgeführt, auch mit Hilfe der VW-Tochter Audi und deren „Q“ genannten SUV-Reihe. „Der Gleichteileanteil zwischen Macan und Audi Q5 dürfte über 75 Prozent liegen“, sagte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. So lässt sich gut sparen - je mehr Volumen gemeinsam entsteht, desto höher sind die Spareffekte - und am Ende auch die Margen.

Bisher setzte Porsche in diesem Jahr 68 435 Cayenne ab, das sind gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum 23 Prozent Plus. Im jüngsten Vergleich der Monate November kam der Cayenne sogar auf 50 Prozent Absatzzuwachs.

dpa

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