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Leipzigs Stadtwerkechefs stehen nach internen Streitigkeiten vor der Ablösung

Leipzigs Stadtwerkechefs stehen nach internen Streitigkeiten vor der Ablösung

Die Stadtwerke Leipzig stehen vor Veränderungen in ihrer Chefetage. Der Personalausschuss des Aufsichtsrates des städtischen Unternehmens hat am Donnerstagabend mehrheitlich die Empfehlung abgegeben, die Verträge der beiden Geschäftsführer Thomas Prauße (52) und Raimund Otto (48) nicht zu verlängern.

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Verlieren ihre Posten als Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke: Raimund Otto (links) und Thomas Prauße.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Wie LVZ-Online aus Unternehmenskreisen erfuhr, hatte der Personalausschuss, dessen Empfehlungen der Aufsichtsrat in der Regel immer folgt, schon zwei Mal in der Angelegenheit getagt. Seit Freitag ist die Sache nun auch in der Belegschaft bekannt und sorgt für Unruhe.

Begründet wurde der bevorstehende Personalwechsel damit, dass die beiden Geschäftsführer in jüngster Zeit immer intensiver gegeneinander statt miteinander gearbeitet hätten. Es gehe darum zu verhindern, dass die Geschäfte der Stadtwerke unter diesen Streitigkeiten litten. „Sie haben mehr Kraft darauf verwendet, beim anderen Fehler zu suchen, als vernünftig zusammenzuarbeiten“, sagte ein Mitglied des Personalausschusses. Das Verhalten sei unprofessionell. Weiter hieß es, dass der Konflikt bei einer Aufsichtsratssitzung im Juni deutlich zutage getreten sei. Damals hätten sich Prauße und Otto ein heftiges Wortgefecht geliefert.

Über beide Personalien wird bereits seit Wochen spekuliert. Sowohl Prauße als auch Otto spielten bereits bei den Planungen für die künftige dreiköpfige Geschäftsführung der kommunalen Holding Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) keine Rolle mehr. Unter dem Dach der LVV sind die städtischen Riesen Stadtwerke, Verkehrsbetriebe und Wasserwerke vereint.

In einer internen Sitzung des Verwaltungsausschusses des Stadtrates hatte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) nach übereinstimmenden Aussagen von Teilnehmern durchblicken lassen, er halte beide Manager für ungeeignet, einen Posten in der Konzernführung zu übernehmen. Auslöser war auch bei Jung das Zerwürfnis der beiden Firmenlenker. Jung erwirkte später einen Aufsichtsratsbeschluss, wonach nun ein externer LVV-Geschäftsführer für die Energiesparte gesucht wird.

Der Vertrag von Prauße läuft noch bis Ende August 2014. Otto, der Millionen-Flops wie die Kraftwerksprojekte im thüringischen Bad Köstritz und Piesteritz sowie die Start-up-Sparte Innvo Innovationsgesellschaft verantwortet, ist dagegen noch bis Ende März 2015 an die Stadtwerke gebunden.

Die Stadtwerke Leipzig gehören mit knapp 2000 Beschäftigten zu den großen deutschen kommunalen Energieversorgern und sind ein wichtiges Rückgrat für die Stadt. Aus den Gewinnen (2012: rund 75 Millionen Euro) wird maßgeblich der städtische Personennahverkehr finanziert. Otto ist seit April 2005 Geschäftsführer, Prauße seit September 2009 Vorsitzender der Geschäftsführung.

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