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Nokia Siemens Networks streicht 1000 Jobs – 90 Mitarbeiter aus Leipzig betroffen

Nokia Siemens Networks streicht 1000 Jobs – 90 Mitarbeiter aus Leipzig betroffen

Der Großumbau beim Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) geht weiter: Der finnisch-deutsche Konzern streicht rund 1000 Jobs bei seinem Tochterunternehmen Services und stößt den Geschäftsbereich Business Support Systems ab.

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Der Netzausrüster Nokia Siemens Networks baut im großen Stil Stellen ab.

Quelle: Peter Kneffel

Nürnberg/Leipzig. In Leipzig verlieren 90 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die qualifizierten und erfahrenen Mitarbeiter der NSN Services in unserer Region halten und für sie neue Perspektiven finden können“, sagte Michael Schimansky, Leiter des Leipziger Dezernats für Wirtschaft und Arbeit am Mittwoch. Mit rund 11.000 Beschäftigten in etwa 900 Unternehmen ist die Informations- und Kommunikationstechnologie laut Schimansky eine der stärksten Branchen in der Wirtschaftsregion.  

Bis spätestens Ende 2013 soll NSN Services mit seinem Hauptsitz in Nürnberg geschlossen werden, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Zwar seien große Anstrengungen unternommen worden, um dauerhaft profitabel zu werden, sagte NSN-Deutschland-Geschäftsführer Hermann Rodler. „Trotzdem ist das Geschäft nach wie vor defizitär, und ein Erreichen der Gewinnschwelle ist nicht absehbar.“ Aus Konzernsicht seien „diese anhaltenden Verluste in einem Geschäftsbereich, der nicht zum Kerngeschäft gehört, nicht mehr tragbar“. NSN will sich künftig auf Breitband-Mobilfunknetze konzentrieren.

Über das Aus ihres Arbeitgebers wurden die Mitarbeiter am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung in Kassel informiert. Bereits am Vortag hatte die „Süddeutsche Zeitung“ vom drohenden Aus berichtet. Hauptgrund für die Schließung sind demnach gescheiterte Verhandlungen über einen Auftrag der Deutschen Telekom zur Wartung der überirdischen Telefonleitungen.

NSN hatte Services vor fünf Jahren von der Telekom übernommen, deren Hauptauftraggeber sie weiterhin ist. Das Blatt hatte aus einer Mail von Geschäftsführer Raimund Winkler vom Oktober zitiert, wonach es trotz aller „Maßnahmen zur Kostenreduzierung“ die Kostenbasis nicht erlaube, „auf die Preisvorstellungen des Kunden einzugehen“.

Zudem soll die Service-Sparte Business Support Systems mit rund 1.200 Beschäftigten in Deutschland, Indien und Polen an das Softwareunternehmen Redknee verkauft werden, wie NSN ebenfalls am Mittwoch mitteilte. Die Kanadier zahlen demnach 15 Millionen Euro in bar für das Geschäft, plus bis zu 25 Millionen Euro je nach Geschäftserfolg.

dapd/agri

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