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Offizin Andersen Nexö liefert Sanierungskonzept ab

Offizin Andersen Nexö liefert Sanierungskonzept ab

Die insolvente Traditionsdruckerei Offizin Andersen Nexö (OAN) will sich ohne die Töchter Messedruck Leipzig und Kunst- und Verlagsbuchbinderei (KuVe) in Eigenregie sanieren.

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Produziert weiter: Offizin Andersen Nexö in Zwenkau.

Quelle: Andreas Döring

Zwenkau. Das Sanierungskonzept wurde pünktlich am letzten Februartag beim Insolvenzgericht eingereicht. Grünes Licht gibt es bisher aber noch nicht.

Die Frist bis Ende Februar wurde gerade so eingehalten. "Die Unterlagen sind am Donnerstagabend ans Gericht gegangen", sagte OAN-Sprecher Jens Nolte gestern auf LVZ-Anfrage. Schon im Januar hatte OAN-Chef Stephan Treuleben angekündigt, möglichst ab 1. März mit der Sanierung in Eigenregie beginnen zu wollen. Noch fehlt ihm dafür aber die Genehmigung vom Gericht. Ein Beschluss über die Eröffnung des Verfahrens lag gestern bis zum späten Nachmittag noch nicht vor. Zum Inhalt der Sanierungspläne wollte Nolte daher noch nichts sagen. Man müsse erst abwarten, wie das Gericht entscheide.

Treuleben hatte sich von Anfang an zuversichtlich gezeigt, das Unternehmen in Eigenregie sanieren zu können. Einen Tag nach Weihnachten hatte er Antrag auf Insolvenz gestellt, dabei aber von der Möglichkeit einer Planinsolvenz in Eigenverwaltung Gebrauch gemacht. Statt eines Insolvenzverwalters hat Treuleben daher weiter selbst das Sagen.

Dennoch drängte die Zeit: Da OAN schon für Dezember keine Gehälter mehr gezahlt hatte, lief das Insolvenzgeld für die 260 Mitarbeiter, davon rund 200 am Hauptsitz in Zwenkau, nur bis Ende Februar. In dieser Zeit übernahm die Arbeitsagentur die Lohnkosten. Der Betrieb laufe in Zwenkau aber auch jetzt ganz normal weiter, betonte Nolte. "Der Auftragsbestand ist derzeit hoch genug, um die Produktion voll auszulasten." Und es kämen auch weiter neue Aufträge herein.

Bereits geschlossen ist dagegen die Tochter Messedruck Leipzig in Baalsdorf, die zusammen mit OAN in die Insolvenz gerutscht war. Am Donnerstag war hier letzter Arbeitstag. Fast alle der 65 Mitarbeiter verlieren ihren Job, seit gestern sind sie ohne Lohnzahlung von derArbeit freigestellt. Mit dem Betriebsrat habe man sich inzwischen aber auf einen Sozialplan geeinigt, sagte Nolte. Für die Gründung einer Transfergesellschaft sei aber nicht genug Geld vorhanden gewesen.

Die Schließung der Tochter hatte Treuleben Anfang Februar angekündigt und auf einen dramatischen Auftragsschwund verwiesen. Nach dem Insolvenzantrag seien die Bestellungen innerhalb eines Monats um rund 50 Prozent eingebrochen. Bei OAN selbst dagegen habe es einen solchen Einbruch nicht gegeben.

Bereits besiegelt ist auch die Zukunft der zweiten Leipziger Tochter KuVe. Der Standort in Baalsdorf - gleich neben Messedruck - wird Ende Mai geschlossen. Die 31 Mitarbeiter, die es dort noch gibt, werden dann arbeitslos. Das hatte OAN aber schon vor der Insolvenz beschlossen. 24 der einst 55 Mitarbeiter wurden dagegen neue Verträge in Zwenkau angeboten. Von dort aus will OAN das Geschäft der einstigen Tochter künftig fortführen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.03.2013

Frank Johannsen

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