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Ostdeutsche Biolandwirte müssen Einbußen verkraften – trotz wachsenden Marktes

Ostdeutsche Biolandwirte müssen Einbußen verkraften – trotz wachsenden Marktes

Trotz eines wachsenden Marktes für Biolebensmittel, haben die Erzeuger in Ostdeutschland einer Studie zufolge zuletzt Einbußen hinnehmen müssen. Ihr Einkommen je Arbeitskraft sank demnach im Wirtschaftsjahr 2012/2013 im Schnitt auf etwa 26 000 Euro.

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Im Hofladen eines Biobauern. Öko, aber billig - die deutschen Ökobauern sehen die Entwicklung mit Sorge.

Quelle: Uli Deck

Jena. Im Jahr zuvor seien es noch etwa 2000 Euro mehr gewesen, erläuterte Martin Herold von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft in Jena.

Seinen Angaben nach hat sich vor allem die Lage der Milchviehbetriebe verschlechtert. Sie könnten ihre Milch mitunter nicht zu Biopreisen vermarkten. Generell sei zu beobachten, dass der Import von Biowaren auf die Preise drücke und der Anteil heimischer Erzeuger am Ökomarkt sinke.  Für die Untersuchung wurden die Wirtschaftsdaten von 186 Biobetrieben aus den fünf Ost-Bundesländern analysiert.

Weil sie auf chemischen Pflanzenschutz und Kunstdünger verzichten, aber auch weniger fruchtbare Böden bewirtschaften, sind ihre Erträge geringer als in der konventionellen Landwirtschaft. So lag das Ertragsniveau bei Getreide im Vergleich mit herkömmlichen Betrieben nur bei etwa 38 Prozent, die Milchleistung bei 73 Prozent. Der Ackerbau stand laut Herold vergleichsweise gut da, konnte aber nicht mit den Zuwächsen ihrer konventionell arbeitenden Kollegen Schritt halten.  

Höhere Preise können geringere Erträge nicht wettmachen

Der Markt für Biolebensmittel sei zwar gewachsen, doch die höheren Preise könnten nach wie vor die geringeren Erträge nicht wettmachen, heißt es in dem Bericht. Erzielten Biobauern im Schnitt einen Erlös von 908 Euro je Hektar, waren es bei herkömmlich wirtschaftenden Landwirten 2310 Euro. Daher bleiben die Ökobetriebe auf höhere öffentliche Zuschüsse angewiesen. Den Angaben nach erhielten sie im Schnitt gut ein Drittel mehr an Zulagen und Zuschüssen, als ihre konventionell arbeitenden Kollegen.   

Die Studie zeigt aber auch, dass es etlichen etablierten Öko-Betrieben gelungen ist, rentabler zu werden. Beim Vergleich identischer Firmen über mehrere Jahre sei zuletzt der Gewinn um 12,6 Prozent gestiegen. Im Drei-Jahres-Vergleich kletterte ihr Ergebnis je Arbeitskraft um 15 Prozent.  

Der Ökolandbau ist in den ostdeutschen Bundesländern unterschiedlich ausgeprägt. Während in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern etwa zehn Prozent der Landwirtschaftsfläche ökologisch bewirtschaftet wird, beträgt der Anteil in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nach Zahlen des Bundesagrarministeriums weniger als fünf Prozent.

dpa

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