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Sachsens Obstbauern rechnen wegen großer Ernte mit geringen Erlösen

Sachsens Obstbauern rechnen wegen großer Ernte mit geringen Erlösen

Die sächsischen Obstbauern erwarten bei der Apfelernte höhere Mengen als im Vorjahr, fürchten aber zugleich schlechte Preise.Die sächsischen Äpfel seien gut gewachsen.

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Sachsens Obstbauern haben am Donnerstag mit der Apfelernte begonnen.

Quelle: dpa

Dürrweitzschen. s Sächsisches Obst, Udo Jentzsch, am Donnerstag in Dürrweitzschen sagte, rechneten die Bauern mit 83.000 Tonnen Äpfeln - rund zwölf Prozent mehr als 2013.

Die sächsischen Äpfel seien gut gewachsen. Wegen einer Rekordernte in ganz Europa gebe es jedoch viel Konkurrenz, und der Import-Stopp Russlands für EU-Agrarprodukte belaste ebenfalls den Markt „Auf der einen Seite haben wir schöne Qualitäten hängen. Auf der anderen Seite, und das muss ich leider so deutlich sagen, werden die Erträge wohl grottig sein“, sagte Jentzsch.

Habe der Verkaufpreis in den vergangenen drei Jahren noch bei durchschnittlich 28 bis 32 Cent pro Kilo gelegen, könnten die Erzeuger in diesem Jahr weniger als 20 Cent einnehmen. „Wirtschaftlich sieht es für die Unternehmen schlecht aus.“ Jentzsch appellierte deswegen an die Verbraucher, beim Kauf auf heimische Äpfel zu setzen. „Es kann nur unsere Botschaft sein: Esst sächsische Äpfel.“ Das helfe, die rund 5000 Arbeitsplätze im sächsischen Obstbau zu sichern.

Mit 2554 Hektar Anbaufläche gehöre Sachsen zu den größten geschlossenen Anbaugebieten in Deutschland. Ähnlich wie bei den Äpfeln lief laut Jentzsch auch die restliche Obsternte. Die Erträge bei Süßkirschen, Sauerkirschen und Erdbeeren seien hoch gewesen. Die großen Mengen hätten jedoch die Preise gedrückt. „Wenn alle viel ernten, ist das immer schlecht“, sagte Jentzsch.

Nach bisher vorliegenden Zahlen des Statistischen Landesamtes, sogenannten Erntevorschätzungen, holten die Obstbauern in diesem Jahr knapp 36 Dezitonnen (3,6 Tonnen) je Hektar von den Süßkirschbäumen. Das sei ein Ertragsplus von 265 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sagte ein Sprecher des Landesamtes. Bei den Sauerkirschen habe es mit knapp 71 Dezitonnen je Hektar ein Plus von 122 Prozent gegeben

dpa

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