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Steigerung um 140 Prozent: Leipziger sind immer stärker auf Zweitjobs angewiesen

Steigerung um 140 Prozent: Leipziger sind immer stärker auf Zweitjobs angewiesen

Immer mehr Berufstätige können von ihrem Ersteinkommen nicht mehr leben und nehmen eine Nebentätigkeit an. Bundesweit stieg die Zahl der Menschen mit einem Zweitjob von 2003 bis 2012 um 122,6 Prozent.

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Ein Blick aufs Schwarze Brett lohnt: Die meisten Nebenjobs werden aber über persönliche Kontakte vermittelt.

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Das ergab eine Studie des Pestel-Instituts in Hannover im Auftrag der Gewerkschaften Verdi sowie Nahrung-Genuss-Gaststätten.

In den sächsischen Großstädten stieg diese Quote sogar noch rasanter an. Dresden weist eine Steigerung von 159 Prozent und Leipzig von 140 Prozent auf. Die Gewerkschaften führen die Entwicklung vor allem auf die Niedriglöhne und die steigenden Lebenshaltungskosten zurück, insbesondere beim Wohnen. Viele Menschen seien deshalb gezwungen, nach Feierabend oder an den Wochenenden Geld dazuzuverdienen, hieß es.

Für Sachsen viel die Steigerung mit 97,6 Prozent vergleichsweise moderat aus. Nur Sachsen-Anhalt liegt mit 95,1 Prozent noch darunter. Den Spitzenwert hält Berlin mit 158,1 Prozent gefolgt von Rheinland-Pfalz (136 Prozent) und Brandenburg (135,3 Prozent).

Die Autoren der Studie nennen einen unzureichenden Inflationsausgleich zusammen mit der Ausweitung von Teilzeit- und Minijobs im Haupterwerb als weitere Beweggründe für die Aufnahme einer zusätzlichen Tätigkeit. Die im Vergleich zu den westdeutschen Bundesländern geringeren Steigerungen in Ostdeutschland hätten ihre Ursache allerdings nicht im boomenden Arbeitsmarkt. Im Gegenteil: Es spiegele vielmehr das geringe Angebot an Zweitjobs wieder.

Die Gewerkschaften warben in diesem Zusammenhang erneut für die Einführung eines einheitlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde. Löhne darunter führten zu erheblichen Abstrichen am Lebensstandard. Regional unterschiedliche Lohnuntergrenzen, wie von der schwarz-gelben Koalition in Berlin befürwortet, seien hingegen keine Lösung. In Deutschland entstünde dann ein „Lohn-Flickenteppich“ mit Billig-Regionen, hieß es.

mro/dapd

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