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Thomas Wagner räumt Chefposten bei Unister – Leipziger Internetfirma sucht Nachfolger

Thomas Wagner räumt Chefposten bei Unister – Leipziger Internetfirma sucht Nachfolger

Der Geschäftsführer der umstrittenen Leipziger Internetfirma Unister, Thomas Wagner, hat seinen Rückzug aus der Führungsspitze des Unternehmens angekündigt.

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Unister-Geschäftsführer Thomas Wagner räumt seinen Posten.

Quelle: dpa

Leipzig. Der 34-Jährige werde künftig als Direktor für Strategie und Produktentwicklung tätig sein, teilte Unister am Donnerstag mit. Einen direkten Zusammenhang des Wechsels mit den Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden wies Unternehmenssprecher Konstantin Korosides zurück.

Nach LVZ-Informationen sollen aber Banken auf einen Wechsel an der Unister-Spitze gedrängt haben. Offenbar drohten die Kreditinstitute damit, Kredite in Höhe von 28 Millionen Euro zu kündigen.

Laut Korosides würden Gespräche über die Neubesetzung des operativen Geschäftsführers bereits „seit einiger Zeit geführt“. Er verwies auf eine extrem hohe Arbeitsbelastung von Wagner. „Ich möchte mich zukünftig auf das konzentrieren, was mir selbst immer am meisten Freude gemacht hat und wo ich persönlich die Unternehmensgruppe am besten unterstützen kann: Die Weiterentwicklung unserer Portale und Geschäftsbereiche“, wird Wagner selbst in einer Mitteilung zitiert.

Nachfolger soll "in Kürze" bekannt gegeben werden

Der Wechsel soll in den kommenden Wochen erfolgen. Ein Nachfolger werde "in Kürze" bekannt gegeben. Ob dieser aus dem internen Unternehmenskreis stammt oder die Stelle extern besetzt werden soll, wollte der Unister-Sprecher noch nicht konkret sagen. Damit sitzt nun erstmals in der zehnjährigen Geschichte der Unister-Gruppe kein Gründungsmitglied mehr auf dem operativen Chefposten. Die Gesellschafterstruktur bleibe unverändert, hieß es weiter. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt rund 1900 Mitarbeiter.

Erst kurz vor Weihnachten war Thomas Wagner gegen Zahlung einer Kaution im sechsstelligen Bereich aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Nach einer Razzia am 11. Dezember war er zusammen mit zwei weiteren hochrangigen Unister-Managern festgenommen worden. 130 Einsätzkräfte des Landeskriminalamtes hatten 20 Büros und Wohnungen in vier Städten durchsucht.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft Wagner und sieben weiteren Führungskräften des Unternehmens Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und illegale Geschäftemacherei vor. Unister soll auf seinen Online-Portalen ab-in-den-urlaub.de und fluege.de Storno-Reiseversicherungen ohne die notwendige Genehmigung angeboten haben. Wagner, der Unister 2002 in Leipzig gründete, hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Robert Nößler / Sabine Schanzmann-Wey

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