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Verbundnetz Gas AG: Leipzig will mit Milliarden-Deal die Mehrheit am Unternehmen

Verbundnetz Gas AG: Leipzig will mit Milliarden-Deal die Mehrheit am Unternehmen

Sensationelle Wende im Kampf um den Erhalt der Verbundnetz Gas AG (VNG) in Leipzig: Die Stadt steht in den Startlöchern, um mit einem Milliarden-Deal die Mehrheit am größten ostdeutschen Unternehmen zu erwerben.

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Der Sitz der Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG).

Quelle: Norman Rembarz

Leipzig. Der städtische Konzern LVV "ist bereit für Verhandlungen zur Übernahme der EWE-Anteile". Das kündigte LVV-Sprecher Frank Viereckl am Donnerstag an. Der Oldenburger Energieversorger EWE hält 63,69 Prozent der VNG-Anteile. Sollte das Geschäft über die Bühne gehen, müsste die LVV laut Berechnungen von Branchenexperten rund 1,4 Milliarden Euro auf den Tisch legen.

Die Niedersachsen haben gerade erst die Mehrheit am Erdgasriesen VNG erworben. Seitdem gibt es Befürchtungen, der Sitz des Konzerns könnte verlagert werden. "Als erfolgreiches ostdeutsches Unternehmen ist die VNG mit Konzernsitz in Leipzig für den Freistaat Sachsen und die gesamte Region von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung", begründete Viereckl. Es gibt "intensive Gespräche zur Standortsicherheit" und zur künftigen Zusammenarbeit. An der VNG sind zehn Ost-Kommunen beteiligt, darunter Leipzig und Dresden. Einige von ihnen bezweifeln, ob es EWE wirklich ernst meint mit seinem Engagement in Leipzig.

EWE-Finanzvorstand Heiko Sanders hatte in der Tat wiederholt betont: "Es ist noch völlig offen, ob wir unsere Anteile behalten oder weiterverkaufen." Daher habe die LVV sich entschlossen, "alternativ das eigene Interesse am EWE-Aktienpaket zu bekunden", sagte Viereckl. Da weder Stadt noch LVV das nötige Geld haben, sollen Partner ins Boot geholt werden. Laut Informationen der LVZ hat es bereits Gespräche mit Stadtwerken, darunter auch aus München, und Finanzinvestoren gegeben.

Der stellvertretende EWE-Vorstandsvorsitzende Matthias Brückmann wies gegenüber der LVZ Spekulationen zurück, sein Konzern habe sich bereits zum Ausstieg entschlossen. "Da ist definitiv nichts entschieden", sagte der Manager, der nächstes Jahr auf den Chefsessel in Oldenburg rückt. Sein Unternehmen sei mit den Kommunen in "intensiven, kooperativen und konstruktiven Gesprächen". EWE verfolge "definitiv das Ziel, dass VNG auch in Zukunft erfolgreich bleibt". Eine erste Vereinbarung zwischen EWE und den Ost-Kommunen sichert den VNG-Standort in Leipzig für die nächsten fünf Jahre. Die beabsichtigte zweite Vereinbarung über eine langfristige Zusammenarbeit ist noch nicht zustande gekommen.

VNG hat 1400 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vorigen Jahr einen Umsatz von elf Milliarden Euro. EWE kam mit 9200 Beschäftigten auf 8,9 Milliarden Euro Umsatz.

Ulrich Milde und Frank Johannsen

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