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Verkaufsstopp für Ägypten: Leipziger Reisebüros erleiden Einbruch bei Buchungen

Verkaufsstopp für Ägypten: Leipziger Reisebüros erleiden Einbruch bei Buchungen

Ausnahmezustand in Ägypten: Nachdem das Auswärtige Amt am Freitag dringend von Reisen im gesamten Land abgeraten hat, reagierten deutsche Reiseveranstalter mit einem Verkaufsstopp.

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Die nächste Welle der Gewalt in Ägypten: Radikale Islamisten verkündeten einen "Freitag der Wut".

Quelle: Khaled Elfiqi

Leipzig. In Leipziger Reisebüros waren in den vergangenen Monaten kaum mehr Urlausausflüge in das Krisenland verkauft worden, wie eine Umfrage von LVZ-Online ergab. Dennoch befinden sich derzeit noch tausende deutsche Urlauber an den Stränden von Hughada und Sharm-el-Sheikh.

Mit den Berichten von zunehmenden Unruhen in dem Land am Nil hat der Verkauf von Urlaubsreisen deutlich nachgelassen, sagten verschiedene Reisebüros in der Messestadt gegenüber LVZ-Online.„Ägypten macht momentan weniger als einen Prozent unserer Buchungen aus“, sagt Konstantin Korosides, Sprecher des Online-Unternehmens Unister, zu dem das Reiseportal „Ab in den Urlaub“ gehört. Außerdem habe sich das Urlaubsland noch immer nicht von den Unruhen im Jahr 2011 erholt. „Die Urlaubsorte am Roten Meer wie Sharm-el-Sheikh sind aber nicht gefährdet. Das sind regelrecht abgesicherte Urlaubsparadiese“, sagt Korosides.

Stornierungs- oder Umbuchungsanfragen von Kunden halten sich dementsprechend zurück. „Wir haben keine betroffenen Kunden, weil wir keine Reisen verkauft haben“, erklärt eine Mitarbeiterin vom „First Reisebüro“ in der Grünewaldstraße. „In den nächsten Wochen haben wir absehbar niemanden, der Ägypten gebucht hat“, hieß es beim „Premium Reisebüro“ in der Karl-Liebknecht-Straße.

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Einige große Reiseveranstalter sowie Fluggesellschaften nehmen indes gänzlich Abstand von Ägypten. Unternehmen wie Tui, Thomas Cook und Condor sagen Flüge an das Land am Nil seit Freitag bis einschließlich 15. September ab. Derzeit befinden sich allein mit Tui rund 6000 deutsche Urlauber dort, wie Pressesprecher Mario Köpers berichtet. „Nach jetzigem Stand wollen alle ihren Urlaub fortsetzen“, so Körpers. In den Baderegionen am Roten Meer sei die Lage unverändert ruhig. „Wer seinen Urlaub abbrechen möchte, soll sich an die Reiseleitung vor Ort wenden.“ Wer bis Mitte September mit Tui eine Reise nach Ägypten gebucht hat, kann diese nun stornieren oder umbuchen. Das gilt auch für Kunden von Thomas Cook. Das Unternehmen beobachtet die Lage weiterhin sehr genau und ist im ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden und seiner Zielgebietsorganisation, heißt es von dem Anbieter.

Mit dem Reisehinweis am Freitag rät das Auswärtige Amt nun von Reisen in alle Landesteile Ägyptens ab - bisher galt das lediglich für Kairo, Oberägypten und für Nilkreuzfahrten. Urlauber, die eine Reise gebucht haben, diese aber aus Angst nicht antreten wollen, müssen auf Kulanz der Veranstalter hoffen. Anders ist es im Fall von gebuchten Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet. Vor diesen beiden Orten warnt das Auswärtige Amt momentan explizit. Was die Veranstalter zu kostenlosen Umbuchungen oder Stornierungen verpflichtet. Eine Warnung spricht das Ministerium dann aus, wenn „eine akute Gefahr für Leib und Leben“ besteht. Die Warnungen enthalten den „dringenden Appell“, auf Reisen in ein Land oder eine bestimmte Region zu verzichten. In Ägypten verschärfen sich momentan die Massenproteste und die Gewalt zwischen Islamisten und der ägyptischen Regierung.

Katharina Schultz

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