Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Wissenschaftler aus Halle nennt Elbe-Ausbau "ökonomisch und ökologisch absurd“
Region Mitteldeutschland Wissenschaftler aus Halle nennt Elbe-Ausbau "ökonomisch und ökologisch absurd“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:10 03.02.2010
Magdeburg/Dresden

Der Plan des Bundes, ganzjährig 1,60 Meter Fahrrinnentiefe zu schaffen und so die Schifffahrt anzukurbeln, sei angesichts des Klimawandels mit mehr Trockenheit und zunehmendem Niedrigwasser illusorisch. Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis. Zudem seien Milliardenschäden für die Volkswirtschaft etwa wegen Naturzerstörung zu befürchten.

Vom Jahr 2011 an sollen auf dem gesamten Fluss Schiffe mit dreifach gestapelten Containern fahren können, hatte Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU) in der Vorwoche angekündigt. Auf den meisten Strecken seien bisher nur Schiffe mit zwei Lagen unterwegs. „Wir müssen den Reedern eine Wassertiefe von 1,60 Meter garantieren“, sagte Ferlemann. Dazu sollen durch das Hochwasser 2002 zerstörte Regelungswerke wieder repariert und Ablagerungen im Flussbett mit Baggern abgetragen werden.   

An Baumaßnahmen rund um die Elbe erzürnen sich seit Jahren die Gemüter. Ein Ausbau der Elbe sei aber nicht geplant, sagte der Staatssekretär. „Die Straßen und Schienen stoßen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen“, sagte Ferlemann. Deshalb müsse der Verkehr stärker auf die Fluss- und Seefahrt verlagert werden. Durch die Vertiefung des Flusses werde das Transportvolumen um das vierfache gesteigert.   

Die Elbe ist nach dem Rhein der längste und meistbefahrene Fluss Deutschlands. Für die Schifffahrt ist vor allem das etwa 130 Kilometer lange Stück zwischen Nordsee und Hamburg wichtig.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Kindergärten in Sachsen sind personell schlechter ausgestattet als in vielen anderen Ländern und gehören damit bundesweit zu den Schlusslichtern. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung (Gütersloh) hervorgeht, muss eine Erzieherin in Kinderkrippen und -gärten im Durchschnitt zu viele Kinder betreuen.

03.02.2010

[gallery:500-64603167001-LVZ] Halle/Sangerhausen/Dresden. Starke Schneefälle und Verwehungen haben für Behinderungen auf den Straßen in Sachsen-Anhalt gesorgt.

03.02.2010

Die Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst rollt an. Die ersten Beschäftigten bei Bund und Kommunen legten am frühen Mittwoch in mehreren Bundesländern ihre Arbeit nieder.

03.02.2010