Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Wonnemonat Mai und Achterbahn-Sommer? Das sagt der Trend
Region Mitteldeutschland Wonnemonat Mai und Achterbahn-Sommer? Das sagt der Trend
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:23 18.04.2018
Regen- oder Sonnenschirm-Wetter? Der Sommer könnte in diesem Jahr wieder eine typische Achterbahn hinlegen. Quelle: dpa
Leipzig

Hoch Norbert sei Dank: In den nächsten Tagen bekommen wir bestes Grill- und Freibadwetter – auch wenn die Bäder in den meisten Orten noch zu haben. Bis Sonntag sind täglich bis zu 12 bis 14 Sonnenstunden drin – hochgerechnet kommt man lokal auf bis zu 85 Sonnenstunden. Das ist mehr als die Hälfte der durchschnittlichen Aprilsumme. Die Folge: Die Sonnenbrand-Gefahr steigt in den nächsten Tagen weiter an, wer länger als 15 Minuten im Freien ist, sollte unbedingt an Sonnenschutz denken.

In Leipzig am Freitag mit 28 Grad am wärmsten

Auch die Temperaturen werden bis zum Wochenende schweißtreibend: Im Westen und Südwesten könnte schon am Donnerstag die 30-Grad-Marke erstmals in diesem Jahr erreicht werden, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. In Leipzig reicht es dafür nicht ganz, die 25 Grad werden aber ab Donnerstag ebenfalls locker überschritten. Freitag wird es mit 28 Grad am wärmsten, Sonnabend sind 23 Grad drin, Sonntag 22 Grad.

Gewitter mit Hagel am Montag möglich

In der nächsten Woche könnte es dann etwas kühler werden, mit Temperaturen zwischen 12 und 20 Grad . Am Montag drohen lokal sogar heftige Gewitter mit Hagel und Starkregen – auch der Raum Leipzig könnte betroffen sein. Ein richtiger Kälterückfall ist dennoch nicht in Sicht. Grundsätzlich bleibt der Monat auf Rekordkurs: Dieser April schickt sich an, der wärmste seit über 200 Jahren zu werden.

Hier drohen am Montag Unwetter. Die Gewitterfront kann auch bis in den Raum Leipzig Quelle: wetter.net

Ernüchterung im Mai?

Die Ernüchterung könnte möglicherweise im Mai folgen – auf einen rundum strahlend schönen Wonnemonat deutet die aktuelle Prognose der US-Wetterbehörde NOAA jedenfalls nicht hin. Vielmehr könnte nach derzeitigem Stand der Mai in Sachen Temperaturen und Niederschlag „durchschnittlich“ ausfallen, also weder deutlich zu warm, noch deutlich zu kalt. Aber auch nicht zu trocken oder zu nass.

Ein Grund also mehr, sich am aktuellen April-Sommer zu erfreuen, wie er locker auch im Juni oder Juli sein könnte. „Das wir uns mitten im April befinden, ist anhand der Wetterlage der kommenden Tagen kaum noch zu merken“, sagt Jung. So eine stabile Schönwetterlage war selbst in den vergangenen beiden Sommern eher Mangelware.

Der erste Sommer-Trend ist da

Und genau dieses Szenario könnte auch in diesem Jahr wieder zur schönsten Ferien- und Urlaubszeit eintreten. Die NOAA-Experten gaben jetzt den ersten Langzeit-Wettertrend für den Sommer in Deutschland heraus. Die gute Nachricht: Wir können uns danach auf einen recht trockenen Juni einstellen. Die schlechte Nachricht: Dem schönen Start in den Sommer könnte dann aber wiederum ein sehr nasser Juli und August folgen. Die Temperaturen sollen nach diesem Trend auch nur durchschnittlich ausfallen. „Vieles deutet wieder auf einen typischen mitteleuropäischen Sommer hin: Wechselhaft mit kurzen wärmeren und wieder kälteren Phasen, dazwischen immer wieder Schauer und Gewitter“, erläutert Jung die Prognose der US-Wetterexperten.

Wie belastbar solche Langzeitwetter-Modelle wirklich sind, ist unter Meteorologen in Deutschland umstritten. Allerdings lagen die Amerikaner im letzten Sommer mit ihrer Prognose ziemlich gut: Der größte private Wetterdienst der USA accuweather sah für Deutschland 2017 frühzeitig einen unwetterträchtigen und eher nassen Sommer voraus, wie er dann auch tatsächlich eintrat.

Von Olaf Majer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Lokales Großer Mangel in Berlin, Leipzig und Bremen - Studie: In Städten fehlen zwei Millionen bezahlbare Wohnungen

Vor allem bei kleinen Wohneinheiten gebe es großen Bedarf, erklärt ver.di unter Verweis auf eine Erhebung der Böckler-Stiftung.

18.04.2018

Hunderte Neonazi wollen am kommenden Wochenende in Ostritz zu einem Musik- und Kampfsportfestival zusammenkommen. Der Gegenprotest vor Ort wird auch aus der Messestadt unterstützt.

19.04.2018

Nirgendwo in Deutschland gehen so viele Menschen einer Arbeit nach wie in Sachsen. Von den 2,5 Millionen Frauen und Männer im arbeitsfähigen Alter waren im Vorjahr rund 1,6 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit hat der Freistaat die größte Beschäftigungsquote (63,2 Prozent) bundesweit.

18.04.2018