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Mitteldeutschland „Xavier“ führt weiter zu Behinderungen im Bahnverkehr
Region Mitteldeutschland „Xavier“ führt weiter zu Behinderungen im Bahnverkehr
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12:44 07.10.2017
"Zug fällt aus" steht in Berlin auf der Anzeigetafel im Hauptbahnhof. Zahlreiche Zugausfälle auf den Hauptstrecken machen Pendlern und Fernreisenden das Leben weiter schwer. Quelle: dpa
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Leipzig

Schäden durch den Sturm „Xavier“ haben auch am Samstag den Fernverkehr der Deutschen Bahn durch Nord- und Ostdeutschland stark beeinträchtigt. Die Bahn leitete Reisende mit Zielen in Süd- und Westdeutschland von Berlin aus zunächst über Jüterbog nach Leipzig um. Von dort fuhren Züge weiter über Erfurt und Fulda nach West- und Süddeutschland. Alle Verbindungen könnten aber nicht umgeleitet werden, sagte eine Sprecherin am Samstagmittag.

Die Strecke nach Leipzig war auf einem Abschnitt nur eingleisig, weshalb Züge dort mit verringerter Geschwindigkeit fuhren. Fahrgäste nach Norddeutschland sollten teilweise über Stendal und Uelzen umgeleitet werden.

Die Bahn hofft, dass die Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Sturm „Xavier“ größtenteils Anfang der Woche abgeschlossen sein werden. Das sagte eine Bahnsprecherin am Samstagmorgen. „Das Problem ist, dass Bäume teilweise durch das nasse Erdreich nachkippen und wir dadurch erneut mit der Kettensäge ranmüssen. Wir arbeiten mit Hochdruck, aber es gibt Unwägbarkeiten. Darum ist eine genaue Prognose leider derzeit noch nicht möglich“, sagte die Sprecherin.

Die Strecke Hamburg-Berlin werde erst am Montag wieder befahrbar sein. Den Reisenden werde eine Umleitung über Uelzen und Stendal angeboten. „Es gibt eine Fahrzeitverlängerung von ungefähr 60 Minuten“, sagte die Sprecherin weiter. Züge aus dem Ruhrgebiet beispielsweise führen von Dortmund nach Hannover und wieder zurück. Reisende mit dem Ziel Leipzig oder Berlin könnten in Hannover umsteigen - und so mit einer allerdings erheblichen Verlängerung der Fahrzeit auch nach Berlin kommen. Das gelte auch für Fahrten von Berlin in den Westen.

Die Bahn bat ihre Kunden, ihre Reisen falls möglich zu verschieben. Die Tickets sollten für die gebuchten Verbindungen bis zum 15. Oktober gültig bleiben. Alternativ könnten Kunden ihre Tickets kostenlos stornieren - auch die Spartickets, für die sonst hohe Stornogebühren anfallen. Die Bahn werde sich kulant und unbürokratisch verhalten, versprach die Sprecherin.

LVZ

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