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Mitteldeutschland Zahl der HIV-Neuinfektionen in Sachsen steigt – 15 Todesfälle
Region Mitteldeutschland Zahl der HIV-Neuinfektionen in Sachsen steigt – 15 Todesfälle
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16:29 30.11.2018
Eine rote Schleife zeigt Solidarität mit Betroffenen. (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

In Sachsen haben sich 2017 mehr Menschen mit dem HI-Virus angesteckt als noch im Jahr zuvor. 150 Menschen infizierten sich nach Schätzungen des Sozialministeriums im vergangenen Jahr mit der Immunschwäche-Krankheit – das waren fünf Personen mehr als 2016. 15 der HIV-infizierten Sachsen starben im vergangenen Jahr. Seit Beginn der Epidemie sind 190 Menschen im Freitstaat Virus zum Opfer gefallen.

„Auch wenn viele Menschen HIV und Aids inzwischen nicht mehr als gefährliche Krankheit wahrnehmen, müssen wir weiter aufklären und die Ausbreitung wirksam bekämpfen“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) am Freitag. Die Landtagsfraktion der Linken forderte zum Welt-Aids-Tag am Samstag die Regierung auf, noch mehr in Aufklärung und Vorsorge zu investieren. Die bisher dafür geplanten Mittel im Doppelhaushalt 2019/2020 wollen sie um 230.000 Euro auf insgesamt 660.000 Euro anheben.

Anteil der Infektionen nach heterosexuellem Kontakt steigt

Das Robert-Koch-Institut schätzt die Zahl der HIV-Infizierten in Deutschland 2017 auf insgesamt 86.100 – rund 2600 davon leben in Sachsen. 2300 der infizierten Sachsen sind Männer und etwa 74 Prozent der Erkrankten hat sich Schätzungen zufolge über Geschlechtskontakt zwischen Männern angesteckt. In den vergangenen Jahr stieg der Anteil derer, die sich über heterosexuellen Kontakt angesteckt haben, an. 2017 war jede dritte Neuinfektion durch Sex mit einem Partner anderen Geschlechts entstanden.

Das Robert-Koch-Institut geht darüber hinaus davon aus, dass nur lediglich 78 Prozent der HIV-Infizierten ihre Diagnose bereits kennen. Ministerin Klepsch will deshalb das Angebot von HIV-Tests im Freistaat erhöhen. (mit dpa)

Von mpu

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