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Mitteldeutschland Zehn sächsische Kommunen klagen gegen Zensus von 2011
Region Mitteldeutschland Zehn sächsische Kommunen klagen gegen Zensus von 2011
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14:56 03.05.2014
Ein Musterbogen für den Zensus 2011 wird von einem Wohnungsverwalter ausgefüllt (Archivbild). Quelle: dpa
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Dresden

Eine zunächst erhobene Klage einer weiteren Kommune sei zwischenzeitlich wieder zurückgezogen worden. Um welche Kommunen es sich handelt, teilte das Landesamt nicht mit.

Viele Kommunen haben Zweifel an den statistischen Methoden der Volkszählung angemeldet. Zahlreichen Gemeinden drohen geringere Leistungen, da ihre Einwohnerzahl nach unten korrigiert wurde. Die Einwohnerzahl spielt beim kommunalen Finanzausgleich innerhalb des Freistaates eine Rolle. Insgesamt legten den Angaben zufolge 28 Kommunen Widersprüche gegen die festgestellte Einwohnerzahl ein. Sechs Gemeinden hätten diesen aber wieder zurückzogen.

Jeder Widerspruch werde vom Landesamt geprüft. In einem Fall sei die festgestellte Bevölkerungszahl zugunsten der Kommune nach oben korrigiert worden. Gegen den Erlass der Widerspruchsbescheide durch das Landesamt können Kommunen je nach Zuständigkeit vor den Verwaltungsgerichten in Dresden, Chemnitz oder Leipzig klagen. An allen drei Gerichte seien Verfahren anhängig, teilte die Behörde mit. Eine Entscheidung sei aber noch nirgends gefallen.

Der Zensus hatte ergeben, dass Sachsen weniger Einwohner hat als bis dato angenommen. Zum Stichtag 9. Mai 2011 lebten exakt 84 362 Menschen weniger im Freistaat als bis dahin erfasst. Die Einwohnerzahl betrug damals 4,06 Millionen und musste um zwei Prozent nach unten korrigiert werden.

In erster Linie waren die größeren Städte betroffen. Für die Erhebung waren 2011 bundesweit etwa zehn Prozent der Bevölkerung, also fast acht Millionen Menschen, nach einem komplexen Verfahren ausgewählt und direkt befragt worden. Hinzu kamen alle 17,5 Millionen Eigentümer von Wohnungen und Gebäuden und alle zwei Millionen Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften wie Altenheimen leben.

dpa

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