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News Zeitungs-Redaktion in Leisnig mit Axt überfallen

Zeitungs-Redaktion in Leisnig mit Axt überfallen


Leisnig. Bisher unbekannte Täter haben am Mittwochvormittag die Redaktion der Döbelner Allgemeinen Zeitung in Leisnig (Kreis Mittelsachsen) mit einer Axt überfallen.

. Ein Mitarbeiter, der zum Zeitpunkt des Überfalls in der Redaktion arbeitete, konnte unverletzt entkommen. Ein Vermummter warf zunächst eine Axt mit voller Wucht gegen die Schaufensterscheibe. Anschließend schlug er die Glasscheibe der Redaktionstür ein und zertrümmerte die Computertechnik.

Der Chefredakteur der Döbelner Allgemeinen Zeitung und der Leipziger Volkszeitung, Bernd Hilder, erklärte zu der Gewalttat: „Den Überfall am helllichten Tag auf unser Redaktionsbüro in Leisnig und einen unserer Kollegen verurteile ich auf das Schärfste. Wie auch immer dieser Gewaltakt motiviert sein mag, er stellt einen Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit dar - und damit auf die demokratische Grundordnung und das zivilisierte Miteinander. Das Redaktionsteam der Döbelner Allgemeinen wird sich auch in Zukunft nicht durch solche Einschüchterungsversuche von seiner journalistischen Arbeit abhalten lassen und weiter für eine freie Berichterstattung einstehen. Der Polizei und dem Staatsschutz danke ich für ihren schnellen Einsatz und hoffe, dass sie auch zum Schutz der allgemeinen öffentlichen Sicherheit die Täter zeitnah fassen wird.“

Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) erklärte: „Ich kann nur hoffen, dass es eine Einzeltat war und nun die Lage nicht eskaliert.“

Kurz vor dem Überfall auf die Redaktion suchten vermutlich die gleichen Täter den ehemaligen Klosterbucher Bahnhof heim. Dort ist ein Sozialprojekt des Vereins Be-Greifen untergebracht, das sich um ehemals drogenabhängige und heimatlose Jugendliche kümmert.  „Ich bin gottfroh, dass sich keiner meiner Jugendlichen dort aufgehalten hat“, sagte Vereinsvorsitzende Elsbeth Pohl-Roux. Die Täter warfen hier die Scheiben ein und spalteten das am Gebäude angebrachte Kreuz.

Die Hintergründe der beiden Taten sind noch völlig unklar.

Roland Herold

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