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Mitteldeutschland Zusammengelegte Klassen sollen kleine Grundschulen in Sachsen erhalten
Region Mitteldeutschland Zusammengelegte Klassen sollen kleine Grundschulen in Sachsen erhalten
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13:38 02.06.2014
Dresden

„Ich sehe in jahrgangsgemischten Klassen eine große Chance für kleine Grundschulen.“ Die Entscheidung liege bei den Schulen. Voraussetzung sei allerdings ein im Lehrerkollegium erarbeitetes pädagogisches Konzept. Begleitend zum Leitfaden sollen ab dem kommenden Schuljahr Fortbildungen für Lehrkräfte und fachliche Beratung angeboten werden. „Wir lassen keine Schule allein, die sich auf den Weg machen will“, sagte Kurth.

Kurth unterstrich, dass sich aus dem altersgemischten Lernen auch pädagogische Vorteile ergäben. Jüngere könnten von Älteren lernen. Dadurch werde das soziale Miteinander gefördert. „Kleine Grundschulen auf dem Lande können mit dem neuen pädagogischen Ansatz zum einen dauerhaft erhalten werden und zum anderen innovative Konzepte leben.“ Viele freie Schulen machen das bereits vor. An Schulen, die sich jetzt für den gemeinsamen Unterricht entscheiden, werde dieser erst mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 erfolgen. Erst dann solle die neue erste Klasse gemeinsam mit dem im Vorjahr eingeschulten Jahrgang zusammengefasst werden. Eltern sollen frühzeitig informiert werden, um denen, die das Konzept ablehnen, die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder in einem anderen Schulbezirk unterrichten zu lassen.

Der altersübergreifende Unterricht ist Teil eines Konzepts zum Erhalt der Schulen im ländlichen Raum. Der Sächsische Landtag hatte im Oktober das bis dahin geltende Schulschließungsmoratorium für Oberschulen auf Grundschulen ausgedehnt.

Die SPD im sächsischen Landtag begrüßt grundsätzlich die Einrichtung altersgemischter Klassen. “Ohne zusätzliche Lehrkräfte wird das allerdings nicht zu machen sein“, kritisiert Eva-Maria Stange, bildungspolitische Sprecherin der Sozialdemokraten.   Das durch Schwarz-Gelb verkündete Moratorium gegen Schulschließungen sei keine Lösung, so Stange weiter. Diese Willenserklärung habe lediglich bis zum Ende der Legislaturperiode bestand. „Das CDU-regierte Bildungsministerium kündigt seit 2007 das Ende der Schulschließungen an. Eine Änderung des Schulgesetzes hat es allerdings nie gegeben.“

dpa/joka

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