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Mitteldeutschland Zweistelliger Millionenschaden bei Zugunglück nahe Senftenberg
Region Mitteldeutschland Zweistelliger Millionenschaden bei Zugunglück nahe Senftenberg
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17:45 03.08.2012
Rettungskräfte stehen nach einem Güterzugunfall in Senftenberg auf den Gleisen. Bei dem Unglück wurde ebenfalls ein Stellwerkgebäude völlig zerstört. Der Stellwerker kam bei dem Unfall ums Leben. Quelle: dpa
Leipzig/Hosena

Den Schaden an den beschädigten Waggons und an beiden Lokomotiven der ITL Eisenbahngesellschaft bezifferte eine Unternehmenssprecherin in Berlin auf einen hohen einstelligen Millionenbetrag.

Der Unfall könnte aus Sicht der Cottbuser Staatsanwaltschaft durch nicht aktivierte Bremsen des auffahrenden Zuges verursacht worden sein. Sie ermittelt deshalb gegen den schwer verletzten Lokführer wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und des fahrlässigen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Der Mann hatte die Lok vor der Abfahrt im sächsischen Hoyerswerda-Schwarzkollm allein vor den mit Schotter beladenen Zug gespannt, ohne die Bremsleitung zu den Waggons zu öffnen. Somit konnte bei der Einfahrt in den Bahnhof nur die Lok bremsen, nicht aber der Schotterzug. Der 3000 Tonnen schwere Zug fuhr auf einer Bahnhofsweiche in einen leeren Güterzug. Umstürzende Waggons zerstörten ein Stellwerk, wo der 54 Jahre alte Stellwärter ums Leben kam.

Die Reparatur der Schäden und die Streckensperrung dauern nach Bahnangaben mehrere Wochen. Die Reisenden werden mit Bussen befördert. Die meisten beschädigten Waggons sind abtransportiert, die entgleiste und beschädigte Lok liegt noch auf dem Gelände. Für das völlig zerstörte Stellwerk wird ein Neubau geplant.

dpa

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