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Oschatz 100 Grundstücksbesitzern drohtein Zwangsverfahren beim Abwasser
Region Oschatz 100 Grundstücksbesitzern drohtein Zwangsverfahren beim Abwasser
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18:03 16.09.2014
Vollbiologische Kleinkläranlagen, wie diese, schonen nicht nur die Umwelt, sondern sind auch gesetzlich gefordert. Quelle: Dirk Hunger
Region Oschatz

Verbandsrat Michael Reinhardt, Bürgermeister von Naundorf, fragte die Wirtschaftsprüferin Stephanie Oberhauser, wie sie die Zukunft des Verbandes sieht und ob ein Investitionsprogramm von über drei Millionen Euro jährlich - wobei zwei Drittel fremdfinanziert werden - realisierbar ist. Sie erläuterte, dass das Verhältnis zwischen Verschuldung und Einnahmen auf dem aktuellen Niveau bleiben sollte.

Letztendlich verwies Verbandsgeschäftsführer Frank Streubel auf den Bericht der örtlichen Prüfung. In diesem wird die wirtschaftliche Lage des Verbandes als angespannt, aber noch beherrschbar beschrieben.

In der weiteren Diskussion erklärte der Geschäftsführer Frank Streubel, was dem Verband vor allem auf den Nägeln brennt - das sind die "Nachzügler", die sich noch nicht um eine vollbiologische Kleinkläranlage gekümmert hätten. Ultimo für den Bau der Anlagen im Verbandsgebiet war 2013.

Von den 1500 Kleinkläranlagen, die gebaut werden müssen, hätten 100 Bürger noch nicht reagiert. "Es läuft auf ein Zwangsverfahren hinaus", so Streubel, der sich, wie er sagte, schon mehrmals an die betreffenden Einwohner gewandt, aber keine Reaktion bekommen habe. "Wir müssen aber dranbleiben, weil wir an der Einleitungsstelle ins Gewässer schon die neuen Werte einhalten müssen."

Also appellierte Frank Streubel an die säumigen Bürger, sich zu melden, um gemeinsam einen Lösungsweg zu suchen und zu finden. "Wir haben bei so manchem Gespräch bezüglich einer Kleinkläranlage richtig gute Erfahrungen gemacht", erklärte der Geschäftsführer. Wenn jemand allerdings ein Zwangsverfahren provoziert, "kann das durchaus teurer werden als das, was dann die Kleinkläranlage selbst kostet". Der Geschäftsführer sagte, dass es deshalb sinnvoller wäre, gemeinsam eine Lösung zu finden. Für den Abwasserverband sei es Gesetz, sich an Regeln und Fristen zu halten, aber nicht, auf Konfrontation zu gehen.

Mit Ablauf des 31. Dezembers 2015 erlöschen alle wasserrechtlichen Erlaubnisse für Einleitungen aus Kleinkläranlagen, die nicht dem Stand der Technik mit Vollbiologie entsprechen. Die Einleitung aus solchen Anlagen ist ab dem 1. Januar 2016 unerlaubt und nicht mehr zulässig. © Kommentar

Gabi Liebegall

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