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Oschatz 112 Oldies beim Ralleystart auf dem Dahlener Marktplatz
Region Oschatz 112 Oldies beim Ralleystart auf dem Dahlener Marktplatz
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14:42 17.09.2017
Zu jedem der vorgestellten Fahrzeuge gab es auf dem Dahlener Marktplatz auch eine eingehende Erläuterung. Hier der BMW AM4 von Klaus Wagner. Quelle: Foto. Axel Kaminski
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Dahlen

Ein Hauch von Motorrad- und Automobilmuseum lag am Sonntagvormittag über dem Marktplatz der Heidestadt. Vor dem Start zur Oldtimerrallye im Rahmen der Landesmeisterschaft im Kfz-Veteranensport hatten hier 32 Autos, 35 Motorräder und vier Gespanne Aufstellung genommen. Wer wollte, konnte hier einen Blick zurück in die eigene Jugend werfen, egal, ob dabei der Star, der S 51 oder die EMW den Sound machte. Auch die Startklassen der Automobile reichten von mehreren Vorkriegsmodellen bis hin zu alten, aber gut gepflegten Bekannten.

Zu den insgesamt 112 Teilnehmern an Lenker, Lenkrad, auf Beifahrersitz oder als Sozius gehörten Bernd und Heide Willner aus Dolsenhain, einem Ortsteil von Kohren-Sahlis. Mit seinem 1934 in Zwickau gebauten DKW F2 nahm das Ehepaar zum ersten Mal an der Rallye rund um Dahlen teil. Ihr Schmuckstück hat einen Hubraum von 600 Kubikzentimetern. Es war eines von fünf Vorkriegs-Autos, das sich dem Rundkurs stellte.

Anders als an Willners DKW hatte mancher Zuschauer vielleicht noch persönliche Erinnerungen an das Auto mit dem Eberhard Siegert aus Leipzig am Wettbewerb teilnahm: einen Skoda MB 1000. „Der ist Baujahr 1966. Ich habe ihn Ende der 1960er Jahre erworben und war da schon der dritte Besitzer“, erzählt der 85-Jährige, der im Alltag BMW fährt. Sein Oldtimer habe vielleicht schon eine halbe Millionen Kilometer absolviert, allerdings arbeite unter der Haube nicht mehr der erste Motor.

Anders als bei Eberhard Siegert ist bei Klaus Wagner aus Dahlen der BMW der Oldtimer. Der AM4 wurde 1933 gefertigte. Beim seinem Heimrennen ließ er es sich nicht nehmen, ihn mit der Kurbel anzuwerfen. Mag sein, dass der ein oder andere Zuschauer davon enttäuscht war, denn Klaus Wagner hielt sich damit nicht lange auf. Nach weniger als einer Kurbeldrehung lief der Motor und er konnte vom Marktplatz seiner Heimatstadt rollen.

Ganz so leicht lief der Start nicht bei allen Teilnehmern ab. So hatte Sprecher David Kolditz dann noch ein paar Sekunden mehr, um den Zuschauern die Starter oder ihren fahrbaren Untersatz vorzustellen. Dank eines perfekten Starts blieb ihm dafür bei Steffen Dolina aus Milkau bei Rochlitz wenig Zeit. Der 53-Jährige nahm die Strecke auf einer 35 Jahre älteren Ariel – einem britischen Modell – in Angriff. „Ich fahre seit meinem 16. Lebensjahr Beiwagenmaschinen. Aber das ist mein erstes Gespann, bei dem der Beiwagen rechts ist – eine kolossale Umstellung“, erzählte der Milkauer. „Sachte machen und mitfahren“, war sein Motto für diesen Lauf der Sachsenmeisterschaft im Kfz-Veteranensport.

Von Axel Kaminski

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