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Oschatz 125 000 Euro Schaden durch Großbrand auf Deponie bei Oschatz
Region Oschatz 125 000 Euro Schaden durch Großbrand auf Deponie bei Oschatz
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15:50 10.07.2018
Nach dem Brand der Grünschnittdeponie in Rechau bei Oschatz schlugen noch tagelang Flammen aus den Aschebergen. Quelle: Foto: Hagen Rösner
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Rechau

Der Großbrand auf der Deponie Rechau in der Nacht zum 21. Juni hat tagelang für Schlagzeilen gesorgt. Nachdem ein riesiger Berg Grünschnitt in Flammen aufgegangen war, musste die Anlage bis Ende Juni geschlossen werden. Nach dem ersten Schock stellte sich die Frage: War hier ein Brandstifter am Werk gewesen oder hatte sich der Berg selbst entzündet? Eine Frage, die vielleicht nie abschließend geklärt werden kann. „Die Spurenlage war sehr schwierig“, sagte am Dienstag Uwe Voigt, Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig, auf OAZ-Anfrage. Grund: Bis die Brandursachenermittler ihre Arbeit aufnehmen konnten, waren die Feuerwehren schon stundenlang im Einsatz gewesen und hatten mögliche Spuren verwischt. Mittlerweile gibt es laut Voigt ein Brandursachen-Protokoll, das jedoch keinen eindeutigen Schluss zulasse. „Die Sache ist an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden“, so der Polizeisprecher. Die Anklagebehörde entscheide nun, ob weiter ermittelt werde.

Schadenshöhe steht fest

Fest steht unterdessen die Höhe des Schadens, der durch den Großbrand im Betriebshof Rechau entstanden ist. Erste Schätzungen des Landratsamtes Nordsachsen gehen von rund 125 000 Euro Netto) aus. „Dies betrifft unter anderem die Wiederherstellung der beschädigten Asphaltflächen und den Ersatz eines zerstörten Lichtmastes sowie die umweltgerechte Entsorgung von Asche und Brandresten“, erläutert Eckhard Rexroth, Beigeordneter des Landrates.

Sicherheitsdienst überwacht Deponie

Welche Vorsichtsmaßnahmen wurden ergriffen, um solche Brände künftig zu verhindern? „Unmittelbar nach dem Brand wurde der Betriebshof durchgehend bewacht, aktuell erfolgt die Überwachung durch einen Sicherheitsdienst“, so Rexroth.

Unabhängig von den Folgen des Brandes kommt es im Betriebshof Rechau in der Zeit vom 16. bis 21. Juli erneut zu Einschränkungen für Firmen oder Privatleute, die hier ihren Abfall loswerden wollen. Weil in dieser Zeit mit dem Bau eines neuen Sozial- und Waagegebäudes begonnen werde, so Rexroth, könne in Rechau ausschließlich Baum- und Heckenschnitt, Rasen und Laub angeliefert werden. Alle anderen Abfallarten wie etwa Bauschutt müssen in diesem Zeitraum auf den Betriebshof Torgau im Gewerbering 51 transportiert werden (Telefon 03421/7730040).

Von frank hörügel

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