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Oschatz 16 Einsätze – Feuerwehr Mahlis zieht Bilanz für 2017
Region Oschatz 16 Einsätze – Feuerwehr Mahlis zieht Bilanz für 2017
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08:04 12.02.2018
Bei der Jahreshauptversammlung wurden auch verdiente Kameraden geehrt und befördert. Quelle: Bärbel Schumann
Mahlis

„Die Feuerwehr gehört ins Dorf, weil sie nicht nur im Ernstfall zur Hilfe eilt, sondern auch, weil sie mit für ein reges kulturelles Leben, für ein gutes Miteinander im Dorf verantwortlich ist“, so die Auffassung, die Wermsdorfs Gemeindewehrleiter Lutz Frenzel vertritt und bei passenden Gelegenheiten gern verkündet. Eine solche Gelegenheit bot sich ihm am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr von Mahlis. Seit Jahrzehnten war die im Jahr 1910 gegründete Wehr einer der Motoren im Ort, wenn es darum ging, Dorfgemeinschaft zu leben.

Vor einem Jahr gewählt

Kein leichtes Erbe, das vor einem Jahr Rico Pesak bei seiner Wahl zum Wehrleiter mit den neuen Stellvertretern Holger Oehmichen und Rene Gumz übernahm. Immerhin hatte zuvor Lutz Hoffmann 25 Jahre die Wehr gelenkt. Nun, zur Jahreshauptversammlung, galt es Rechenschaft abzulegen, ob und wie die „Wachablösung“ gelungen ist. Die Mahliser Feuerwehrleute konnten zudem Bürgermeister Matthias Müller und Hauptamtsleiterin Katja Hannß begrüßen.

Gleich zu Beginn zog Wehrleiter Rico Pesak Bilanz. Derzeit gehören der Ortswehr 35 Feuerwehrleute an. Davon sind vier Frauen. Bei den Männern leisten 17 aktiven Dienst. Vier neue Mitglieder konnten seit der letzten Jahreshauptversammlung aufgenommen werden. Das sind Mirko Schumann, Sebastian Ludewig, Justin Kunze und Nicolas Ludewig. Drei von ihnen konnten am Freitag nicht dabei sein, da sie seit Januar am Grundlehrgang teilnehmen, von dem eine Ausbildungseinheit auf dieses Wochenende fiel. „Weitere vier künftige Kameraden befinden sich sozusagen in der Warteschleife“, so der Wehrleiter weiter. Langsam werde es da eng mit den Spinden im Depot und auch eng bei der Ausrüstung.

16 Einsätze

Im vergangenen Jahr wurden die Mahliser Feuerwehrleute insgesamt 16 Mal zum Einsatz gerufen. Dreimal mussten sie zu einem Brand ausrücken. Sie leisteten neunmal technische Hilfe. Die Spanne dieser Einsätze reichte vom Autounfall, über Türöffnung bis hin zum Einsatz bei Sturmschäden. In diesem Zusammenhang sei die angeschaffte Motorkettensäge sehr schnell zum Einsatz gekommen. Viermal mussten die Blauröcke umsonst ausrücken, weil Brandmeldeanlagen ohne Anlass eine Alarmierung auslösten. Insgesamt 1440 Einsatz- und Übungsstunden wurden insgesamt geleistet.

Gut sei die Zusammenarbeit der Wehr mit dem Heimatverein. Bei Veranstaltungen wie dem Maibaumstellen unterstütze man sich. Ostereiersuchen, ein Wandertag zum Silbersee, das Herbstfeuer oder die Weihnachtsfeier zeugten davon, dass man sich bemüht, in den eigenen Reihen zusammenzuwachsen. Dass dies zwischen langjährigen Mitgliedern und dem jungen Teil nicht leicht und noch nicht abgeschlossen ist, war an diesem Abend spürbar.

Dank an Feuerwehrleute

In der anschließenden Diskussion dankte Bürgermeister Matthias Müller den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz für das Gemeinwohl. Er stellte in Aussicht, bei den aufgezeigten Schwachstellen Abhilfe zu schaffen. Zudem kündigte er an, dass mit dem geplanten Abriss des ehemaligen Gaumnitz-Gutes 2019 eine Unterstellmöglichkeit für die Feuerwehr geschaffen werde. Gemeindewehrleiter Lutz Frenzel dankte der Wehr vor allem für ihr Engagement bei der Gewinnung von jungen Mitgliedern. Er verband damit auch den Wunsch, dass sich die Mahliser Wehr nach jahrelanger Pause in Zukunft wieder an den Feuerwehrausscheiden der Gemeinde beteilige.

Bürgermeister und Gemeindewehrleiter nutzten die Versammlung, um aktive Feuerwehrleute zu befördern. Ortswehrleiter Rico Pesak wurde zum Hauptlöschmeister, Manfred Hartmann zum Hauptfeuerwehrmann, Tilo Neumann zum Oberfeuerwehrmann, Jens Geißler zum Hauptfeuerwehrmann und Mirko Schumann zum Löschmeister befördert.

Von Bärbel Schumann

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