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Oschatz 19-Jähriger Oschatzer auf Busbahnhof mit Gürtelschnalle am Kopf verletzt
Region Oschatz 19-Jähriger Oschatzer auf Busbahnhof mit Gürtelschnalle am Kopf verletzt
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16:42 18.11.2016
Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

„Ich wollte eigentlich nur versuchen, den Streit zu schlichten und lag schließlich bewusstlos auf dem Boden“, sagt der 19-jährige, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Am 4. November kam es am Oschatzer Busbahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Männern. „Ich bin hin, wollte helfen. Ich hielt meinen Kumpel zurück und sagte dem anderen, dass er zu seinen Freunden gehen sollte. Ich denke, dass er mich wohl falsch verstanden hat, da er nicht gut Deutsch sprach. Plötzlich ging er mit seiner Gürtelschnalle auf mich los und schlug damit auf meinen Kopf“, erinnert sich der 19-Jährige. Bewusstlos fiel er zu Boden, wachte erst ein paar Minuten später wieder auf. „Ein paar Leute sind dazwischen gegangen und der Angreifer verschwand.“ Der Oschatzer kam nach Riesa ins Krankenhaus. Die Kopfwunde musste mit einigen Stichen genäht werden.

Die Polizei kann zu diesem Fall noch keine Auskunft geben. „Es gab eine Anzeige und die Ermittlungen laufen. Tatverdächtige gibt es auch bereits. Doch mehr darf ich wirklich nicht bekannt geben“, sagt der Oschatzer Polizeihauptkommissar Steffen Rehn. Gut würde er es jedoch finden, wenn am Busbahnhof wieder Busbegleiter stehen würden. „Präventionsmaßnahmen sind immer gut. Die Busbegleiter sind eine super Sache.“ Doch diese gibt es hier zur Zeit nicht.

„Die Tätigkeiten für Busbegleitungen – nicht nur in Oschatz – wurden durch Maßnahmeträger als Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung beim Jobcenter Nordsachsen beantragt. Dabei muss das Jobcenter darauf achten, dass die Teilnehmer eine zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und wettbewerbsneutrale Arbeit verrichten. Diese Maßnahmen dienen den Teilnehmern als mittelfristige Brücke zum allgemeinen Arbeitsmarkt. In aller Regel haben die Maßnahmeträger die Dauer solcher Tätigkeiten bis Mitte/Ende November eines jeden Jahres beantragt. Ab dem Förderjahr 2017 hat das Jobcenter Nordsachsen das Verfahren zur Antragstellung auf Interessenbekundungen umgestellt“, sagt Mark Gäbelein vom Jobcenter Nordsachsen.

„Hätte ich nur einen blauen Fleck, wäre das alles gar nicht so wild gewesen. Aber das war schon wirklich gefährlich“, so das Opfer. Schon oft habe er beobachtet, dass es am Busbahnhof zu Reibereien kam. „Dabei spielt es keine Rolle, ob es Deutsche oder Ausländer sind, die hier Stress machen. Oft wird Glas herumgeworfen, Frauen werden belästigt oder Prügeleien angefangen. Eine gute Lösung wären die Busbegleiter. Die haben Eindruck hinterlassen. Vielleicht wäre es auch gut, wenn hin und wieder die Polizei oder ein Aufseher am Busbahnhof wäre.“

Von Kristin Engel

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