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19 junge Leute aus der Oschatzer Region treten heute ihr Freiwilliges Soziales Jahr an

Soziale Arbeit 19 junge Leute aus der Oschatzer Region treten heute ihr Freiwilliges Soziales Jahr an

Noch vor einigen Jahren haben sich bis zu 200 Jugendliche um die FSJ-Stellen in der Oschatzer Region beworben. Die Zahlen sind zurückgegangen. In diesem Jahr bewarben sich etwa 50 jungen Männer und Frauen. Sie werden jetzt in den Sozialeinrichtungen der Region ihren Dienst antreten.

Für 19 junge Männer und Frauen und den Vertretern der Einsatzstellen beginnt jetzt das Freiwillige Soziale Jahr.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Für 19 junge Männer und Frauen aus der Oschatzer Region beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt. Sie werden am Morgen bei den Einsatzstellen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) erwartet. Gestern wurden die Jugendlichen offiziell von Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) begrüßt und konnten die Bestätigungspapiere für das FSJ entgegennehmen.

Dabei ist Oschatz eine von wenigen sächsischen Kommunen, die seit vielen Jahren als Träger das Freiwillige Soziale Jahr unterstützen. „Im Freistaat Sachsen gibt es derzeit 43 Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres. Drei davon von sind Kommunen. Neben Oschatz handelt es sich um Annaberg-Buchholz und Hoyerswerda“, informierte Kretschmar. In seinen Augen ist das FSJ in der Oschatzer Region eine Win-Win-Situation. „Bei einigen Kritikern ist das FSJ umstritten. Sie meinen, eigentlich könnten sich die Jugendlichen ja gleich eine Lehrstelle suchen. Ich kann mir vorstellen, dass es einige Jugendliche gibt, die einfach noch eine Bedenkzeit für die berufliche Orientierung brauchen und auf der anderen Seite gibt es vor allem medizinisch-soziale Einrichtungen aus der Region, die gern auf Dienste der FSJler zurückgreifen“, betonte Kretschmar. Inzwischen ist die Nachfrage bei den Organisationen und Unternehmen so stark, dass nicht alle Plätze mit Jugendlichen besetzt werden können.

Mit dem Blick auf das vergangene Jahr hat sich bei den Bewerberzahlen nicht viel verändert. „Wir hatten auch schon Zeiten, da gab es 200 Bewerber. Diese Zeiten sind längst vorbei. Heute sind es im Schnitt 25 junge Leute, die wir vermitteln“, so der Oberbürgermeister.

Kretschmar hat aber auch einen neuen Trend beim Freiwilligen Sozialen Jahr in Oschatz ausgemacht. Das ist eine gestiegene Nachfrage von jungen Männern nach diesem Einsatz. „In den vergangen Jahren war es so, dass vor allem die Mädchen Erzieherinnen werden wollten. Da tauchte auch mal ein Junge auf und die Kitas haben sich gefreut. Diesmal ist es aber so, dass in jeder der drei städtischen Kindereinrichtungen, im Hort Grashüpfer, in der Kita Zschöllauer Zwergenberg und in der Kita Spatzennest, jeweils ein Junge seinen Dienst antreten wird“, so das Stadtoberhaupt.

Zu den Einsatzstellen der Jugendlichen gehören aber auch die zwei größten Kliniken in der Region, die Collm-Klinik in Oschatz und das Fachkrankenhaus Hubertusburg in Wermsdorf. Auch die Lebenshilfe in Oschatz gehört seit vielen Jahren zu den Unterstützern des FSJ. Marcus Drexler, der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe, ließ es sich nicht nehmen, seinen neuen Mitarbeiter selbst zu begrüßen. Einsatzstellen sind auch der soziokulturelle Verein Sprungbrett in Riesa, die Häusliche Krankenpflege Ihm sowie der Pflegedienst Schneider.

Inzwischen gibt es beim Freiwilligen Sozialen Jahr in Oschatz auch einen Generationswechsel. Mit Lysett Haufe von der Kita „Zschöllauer Zwergenberg“ und Diplom-Sozialpädagogin Claudia Hofmann vom Verein Sprungbrett waren zwei Vertreter von Einsatzstellen dabei, die zuvor auch schon ein FSJ absolvierten und heute in verantwortlicher Position arbeiten.

Von Hagen Rösner

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