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Oschatz 199 Stufen für 30 Bürgermeister
Region Oschatz 199 Stufen für 30 Bürgermeister
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16:46 06.03.2015
Türmer Ulrich Uhlitzsch machte die 30 Gastbürgermeister in Oschatz fit für die Tagung. Er stieg mit ihnen die 199 Stufen auf dem Turm der St. Aegidienkirche und zeigte ihnen die Stadt von oben. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz

Von Hagen Rösner

Seit Donnerstag ist eine Delegation des Deutschen Städtetages in Oschatz unterwegs, um sich über die kommunale Arbeit in Sachsen zu informieren.

"Ich bin Mitglied im Ausschuss für mittlere Städte beim Deutschen Städtetag. Dieser Ausschuss organisiert eine Tagung einer der zugehörigen Städte. In diesem Jahr richtet Oschatz die Arbeitstagung aus", nannte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) den Anlass des Treffens. "Offiziell sehen sich die Mitglieder des Ausschusses für mittlere Städte nur zwei Mal im Jahr und da gibt es immer viele Informationen, die sich in der Zwischenzeit angesammelt haben und ausgetauscht werden müssen", so Kretschmar weiter.

Angereist sind 30 Bürgermeister aus namhaften Städten wie Speyer, Pirna, Esslingen am Neckar, Neustrelitz oder Ansbach sowie die Dezernenten des Deutschen Städtetages. Zu den Besuchern gehört auch der Ausschussvorsitzende Dr. Reinhard Dettmann, Bürgermeister der Stadt Teterow.

"Meist reisen die Tagungsteilnehmer schon einen Tag vorher an und informieren sich außerhalb des Tagungsprogramms noch über die betreffende Ausrichterstadt, so Kretschmar, der schon am Donnerstagnachmittag mit einem großen Teil seiner Amtskollegen eine Führung durch die Altstadt absolvierte und an der St. Aegidienkirche seine Stadtführertätigkeit an Berthold Zehme und Ulrich Uhlitzsch übergab. Innerhalb des Stadtrundgangs waren die Erfahrungen des Oschatzer Stadtoberhauptes zur Stadtsanierung gefragt. "Beeindruckt waren meine Bürgermeister-Kollegen vom Oschatzer Vogtshaus, das sich durch städtisches Engagement von einer innerstädtischen Bauruine zu einem historischen Kleinod entwickelt hat", so Kretschmar.

"Unsere Tagesordnung für die Beratung ging querbeet durch die Kommunalpolitik", sagte Oberbürgermeister Hans Georg Löffler aus Neustadt an der Weinstraße. "Es ging beispielsweise um Elektromobilität, natürlich um die Unterbringung von Asylbewerbern oder Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen", so Löffler. Ein Thema waren auch die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) angekündigten zusätzlichen fünf Milliarden Euro zum Ankurbeln der kommunalen Investitionstätigkeit. "Wir warten darauf, dass das Geld kommt", kommentierte Löffler die Ankündigung des Bundes.

"Wir würden uns natürlich freuen, wenn Geld auch bei uns ankommt. Im Moment müssen wir noch abwarten, wie die Verteilung und Beantragung stattfindet und um welche Wichtung es geht", erklärte Oberbürgermeister Hansjörg Eger aus der alten Bischofsstadt Seyer am Oberrhein. Er hoffe, dass die angekündigten Geldern auch wirklich in den Städten ankommen und nicht von Bund und Land untereinander aufgeteilt werden.

Und welchen Eindruck hatten die Gäste von Oschatz? "Ich bin begeistert, wie sich Oschatz darstellt. Es ist spürbar, dass in der Stadtentwicklung viel Arbeit steckt", so Löffler. © Kommentar

Hagen Rösner

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