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Oschatz 1998 eröffnete Platsch-Bad in Oschatz
Region Oschatz 1998 eröffnete Platsch-Bad in Oschatz
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15:20 15.03.2018
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Oschatz

Vor 25 Jahren hatten die Leser die erste OAZ in den Händen. Begleitend will die OAZ mit einer Erinnerungs-Serie auf Höhen und Tiefen der vergangenen 25 Jahre zurückblicken. Heute: Die Eröffnung des Freizeit- und Erlebnisbades Platsch am 8. April 1998.

Seit den 70er Jahren schon wurde in Oschatz immer wieder der Wunsch nach einer Schwimmhalle geäußert. In den Sommermonaten gab es das Freibad, im Winterhalbjahr aber nichts. Bewegung kam in den 90er Jahren in die Sache, als es Fördermittel für Freizeiteinrichtungen gab. In Oschatz wurden deshalb auch Pläne konkret, ein Bad in der Döllnitzaue zu bauen. Von einem einfachen Schwimmbad war schon bald keine Rede mehr, ein Erlebnisbad sollte es sein. Zwar gab es auch an dieser Stelle immer noch Stimmen, die forderten, das Ganze lieber eine Nummer kleiner, dafür wettkampftauglich mit ausreichend Schwimmbahnen zu bauen. Doch der Gedanke an einen regelrechten Freizeittempel war offenbar zu verlockend. Immerhin gab es für das Bauvorhaben großzügige 85 Prozent öffentliche Zuschüsse.

28 Millionen D-Mark investiert

Nach zwei Jahren Bauzeit und Investitionen von rund 38 Millionen D-Mark wurde am 8. April 1998 schließlich das Platsch eröffnet, mit einer 85 Meter langen Riesenrutsche, einer Wasserfläche von 1200 Quadratmeter und drei gastronomischen Einrichtungen – dem Bistro im Foyer, dem Café im Bad und dem Panorama-Restaurant. Rutschen, Baden, und Saunieren konnten die Besucher fortan täglich bis 22 Uhr, freitags und sonnabends sogar bis 23 Uhr. Die Familientageskarte kostete zur Eröffnung 44 D-Mark, drei Stunden für einen Erwachsenen 11,50 und anderthalb Stunden 8,50 D-Mark.

Damit sich der Betrieb trägt, sollten von Anfang an 1000 Besucher täglich das Oschatzer Bad besuchen – eine Rechnung, die nur selten aufging. Zwar kamen stets auch Gäste von außerhalb ins Platsch, allerdings waren in Sachsen reichlich Spaßbäder aus dem Boden geschossen und die Konkurrenz groß. Und wer lediglich seine Bahnen ziehen wollte, steuerte gleich die Riesaer Schwimmhalle an. Seit Jahren wird in der Stadt nach Möglichkeiten gesucht, das Bad sparsamer zu betreiben.

Rutschen werden im September geschlossen

Der größte Einschnitt folgt im September: Den Rutschen – erst schon zeitweise geschlossen – wird dann endgültig der Hahn abgedreht. Auch das Solebecken macht dicht. Weil die Anlagen weiter sieben Tage in der Woche betrieben werden sollen, werden die Öffnungszeiten gekürzt, um das Angebot im Ein-Schicht-System abdecken zu können. Einen Gastronomiebetrieb wird es abgesehen vom Saunabereich nicht mehr geben – Schwimmer können nur noch eine Stärkung aus dem Snackautomaten ziehen. Um den Zuschuss auf jährlich 500 000 Euro zu reduzieren, soll das Bad umgebaut werden – wenn Fördermittel dafür fließen. Wenn nicht, wird das 1998 eröffnete Bad wohl schließen müssen.

Von Jana Brechlin

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