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Oschatz 2000 Notrufkarten für Oschatzer Schüler
Region Oschatz 2000 Notrufkarten für Oschatzer Schüler
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11:06 08.12.2011
Überreichen die "Notrufcard" an Oschatzer Bücherwürmer: Jugendwart Marcel Schmidt, Fotograf Dirk Hunger, Oberbürgermeister Andreas Kretschmar und der Oschatzer Feuerwehrleiter Lars Natzke (v.l.). Quelle: Jana Brechlin
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Oschatz

Von Jana Brechlin

Mit dabei war auch Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, der dabei die Idee für die "Notrufcard" lobte: "Es ist hervorragend, dass es solche privaten Initiativen für das Gemeinwohl gibt. Dass Dirk Hunger das als Feuerwehrmitglied übernommen hat, finde ich gut. Schließlich sollen Kinder lernen, mit Notsituationen umzugehen."

Auf der Karte ist die Notrufnummer 112 notiert und außerdem in Stichpunkten übersichtlich erklärt, was beim Notruf gesagt werden muss. So wussten bereits viele der 48 Erstklässler, dass man am Telefon seinen Namen nennen und sagen soll, ob es brennt oder ein Unfall passiert ist. Außerdem ist die Adresse des Unfallortes wichtig und Hinweise zu Verletzten. In einem Frage-und-Antwort-Spiel gaben Oberbürgermeister Andreas Kretschmar und Wehrleiter Lars Natzke Hinweise, wie sich die Kinder im Ernstfall verhalten müssen. "Es ist wichtig, dass die Kinder merken, dass ihnen etwas zugetraut wird und sie Verantwortung übernehmen können", sagte Schulleiterin Anke Wiesner. Weil jedem Schüler eine Karte übergeben wird, fühlen sich die Mädchen und Jungen ernstgenommen - das sei eine große Motivation.

"Die 112 muss man nicht nur bei Bränden anrufen, sondern auch wenn zu Hause etwas passiert, weil jemandem schlecht geworden ist", nannte Wehrleiter Lars Natzke ein wichtiges Beispiel. Vor allem riet er den Kindern, immer Ruhe zu bewahren und auch andere um Hilfe zu bitten. "Ihr könnt mit einem Anruf schon viel helfen", wandte er sich an die Kinder.

Die waren voll Bewunderung für die Gäste von der Feuerwehr und hatten viele Fragen zu deren Aufgaben. Und offenbar auch ein wenig Sorgen um die Retter: "Tut das nicht weh, wenn ihr so nah ans Feuer geht? Schmelzen da nicht die Anzüge?", wollte Kimberly Lüder wissen. Doch Lars Natzke beruhigte die Schülerin: "Unsere Ausrüstung hält viel aus und außerdem löschen wir ja immer gleich."

In den kommenden Tagen sollen insgesamt 2000 Notruf-Karten an Oschatzer Schüler verteilt werden. "Wir überreichen das allen Grundschulen, der Mittelschule sowie den 5. und 6. Klassen des Gymnasiums", kündigte Initiator Dirk Hunger an, der dieses Jahr bereits die 2. Auflage der Karten bearbeitet hat. Als Zugabe ist auf der Rückseite ein Kalender mit Ferienterminen abgedruckt. "Das interessiert Schüler schließlich auch", so Hunger.

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