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Oschatz 25 Jahre OAZ: Rückblick auf Bau der neuen Turnhalle in Wermsdorf
Region Oschatz 25 Jahre OAZ: Rückblick auf Bau der neuen Turnhalle in Wermsdorf
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06:00 21.05.2016
Ran an die Spaten: Fußballer André Kamm, Sirid Hevernick vom Landratsamt, Stefan Köhler von der Feuerwehr, Gemeinderätin Kerstin Krause, Regionalmanager Holger Schilke, Bürgermeister Matthias Müller, Minister Frank Kupfer, Karsten Fischer vom Turn- und Dieter Winkler vom Fußballverein (mit Spaten, v.l.). Foto: Dirk Hunger Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Vor 25 Jahren hatten die Leser die erste OAZ in den Händen. Am 5. Juni feiert die Oschatzer Allgemeine bei der Kleinen Gartenschau im Oschatz-Park ihr Geburtstagsfest. Begleitend will die OAZ mit einer Erinnerungs-Serie auf die Höhen und Tiefen der vergangenen 25 Jahre zurückblicken. Heute geht es in der Serie um das Jahr 2011 und den Bau der neuen Wermsdorfer Turnhalle.

Am 23. Dezember 2011 fiel der symbolische Startschuss für den Bau der neuen Turnhalle an der Sachsendorfer Straße. OAZ-Redakteurin Jana Brechlin berichtete: „Ausgerüstet mit Gummistiefeln und begleitet von vielen Wermsdorfern nahmen Minister Frank Kupfer und Bürgermeister Matthias Müller (beide CDU) den ersten Spatenstich für die neue Turnhalle vor. Bis zum Jahresende 2012 soll der Neubau an der Sachsendorfer Straße entstehen. 2,38 Millionen Euro werden dafür investiert – mit 75 Prozent Förderung.“

Bürgermeister Matthias Müller betonte bei diesem Anlass, dass man auf die Erfüllung dieses Wunsches lange hingearbeitet habe. Bereits seit den 90er Jahren wurde in Wermsdorf um eine neue Turnhalle gerungen. Im März 1998 wurde der Bebauungsplan für ein Sportzentrum beschlossen. Der damalige Bürgermeister Bernd-Dieter Lehmann hatte dafür plädiert, ein großes Sportzentrum mit Turnhalle und Leichtathletikanlage durch Mittel aus dem „Goldenen Plan Ost“ zu bauen. Die Mehrheit im Gemeinderat hatte dies als zu groß und zu teuer in der Unterhaltung abgelehnt. Zudem war die geplante Kreditaufnahme im Rat umstritten. Im Jahr 2005 hatte der Gemeinderat dann beschlossen, erste Planungsleistungen für den Neubau einer Zweifelder-Turnhalle im Sport- und Freizeitzentrum zu vergeben. Drei Jahre später wurden Gutachten in Auftrag gegeben, die für die Änderung des Bebauungsplanes des Sportzentrum erforderlich waren.

Dann kam das Geld Ende 2011 ziemlich kurzfristig. Das Programm für die ländliche Entwicklung war um Mittel für den Schulhausbau aufgestockt worden – auch für von Schulen genutzte Turnhallen. Wer zügig einen Antrag stellen konnte – wie die Gemeinde Wermsdorf – hatte einen Chance auf diesen Fördertopf. Im Juli 2011 hatte der damalige sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer den Fördermittelbescheid für die Halle in Wermsdorf übergeben. Von den Baukosten in Höhe von 2,13 Millionen Euro übernahm der Freistaat Sachsen knapp 1,3 Millionen Euro.

Das Gebäude wurde annähernd in Passivhaus-Bauweise errichtet, was gut für Umwelt und Gemeindekasse ist. Schlug der Altbau durchschnittlich mit 155 000 Euro pro Jahr für Strom und Heizung zu Buche, so liegt dieser Wert für die neue Halle bei 67 761 Euro. Dabei verfügt der Neubau mit 1436 Quadratmetern über eine etwa doppelt so große Nutzfläche wie ihr 1924 errichteter Vorgänger. Die Halle besitzt ein 45 mal 35 Meter großes Sportfeld und vor allem eine zeitgemäße Haustechnik. Eingeweiht wurde sie am 1. Dezember 2012 mit einer Gala der Turner und Akrobaten.

Von Axel Kaminski

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